Videokundgebung: Samstag, 17.09.2016, 19 Uhr

Am Vorabend einer absurden Wahl – denn wer vertritt uns besser als wir selbst – macht Karla Pappel/Media Spree versenken eine Videokundgebung. Alle Menschen die den Film noch nicht gesehen haben, haben jetzt die großartige Chnace es zu tun.

Ort: Lohmühlenstraße Ecke Kiefholzstraße unter der Hochdamm-Brücke

 

Zwei kleine Vorfilme zum Thema „Mediaspree versenken!“ und Dokumentarfilm: „Verdrängung hat viele Gesichter“

 

Inhalt des Dokumentarfilms:

Fünf lange Jahre hat der Film exemplarisch für Berlin in Alt-Treptow die Verdrängungsprozesse akribisch dokumentiert. Mieterhöhungen, Neubauten und Eigentumswohnungen bilden den Hintergrund. Existenzängste, finanzielle Not, Traurigkeit, Wut und auch Widerstand verdichten den Film zu einem sozial berührenden Erlebnis. Der abstrakte Begriff „Gentrifizierung“ wird fast nebenbei entkleidet. Und in dem Film sieht man auch gut wer diejenigen sind, die hier die Mieten in die Höhe getrieben haben.

Kommt vorbei zum Filmabend! Mit Chips und Popcorn.

Samstag, 17.09.2016, 19 Uhr, Lohmühlenstraße Ecke Kiefholzstraße unter der Hochdamm-Brücke

 

Ein ganzes langes Jahr mussten wir warten. Endlich ist es da. Das berühmte Alt-Treptower Baumscheißenfest. Ins „Leben“ gerufen von einem Kiezclown dessen Witze niemand versteht. (Vor allem seine letzte homofeindliche Aktion schlägt das Fass aus dem Boden). Er liebt Eigentumswohnungen und hat ein Problem mit der Kritik daran. Und er hat den Kiez auch mit einem seinen ökokonservativen kitschigen Bildern versehen (Mischung: grüner Kretschmannmode, Biedermann und Naziästhetik), hier an seinem Balkon:

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Und wie letztes Jahr, die Baugruppen ziehen gern mit. Hier die Bioyuppies „KarLoh“ in der Kungel-Strasse/Ecke Rohmühlenstr. So hatten sie es damals gemeint, als sie sagten „Wir tun dem Kiez gut“. Die urbanen Eigentumshäuslebauer*innen waren ja die erfolgreichen Pioniere der Verdrängung durch Aufwertung. Das muss jetzt gebührend gefeiert werden mit dem Nachwuchs und den zukünftigen Erben.

 

 

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Und wo Scheiße drauf steht wohnt auch Scheiße drinne. Denn im nachfolgenden Bild sehen wir weitere Gewinner*innen des Verdrängungsprozesses. Und wo wohnen sie? Richtig in einem weiteren Eigentumshaus. Die Eigentumswohnungen, errichtet durch KPP (Keller Pudritz Plauborg Projekt GmbH), stehen auf dem ehemaligen Inselmarkt. Verdränger*innen vom Feinsten.

Unterstützt wird der Ganze Hokuspokus von einer Kiezkasse, deren Vergabe dubios und korrupt erfolgt und in der die Parteisoldaten der SPD den Ton angeben. So korrupt sie selber sind, so korrumpieren sie auch das Umfeld, das sie für sich „gewinnen“ wollen. Man möchte ja nicht alleine bleiben. Funktioniert prächtig.

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Viel Spaß bei Baumscheißenfest.

Wir müssen ernsthaft vor einer Partei warnen, die Euch und Euren Eigentumswohnungen an den Kragen möchte! Mühsam habt Ihr all die Jahre von der Rente, dem Hartz IV und dem wenigen Lohn etwas Geld abzweigen können um Euch eine Eigentumswohnung im Kiez kaufen zu können. Und nun kommen die Sozis und bedrohen Euch durch den Mietkampf den sie hier führen. Allen voran führt der Sozi Alexander Freier-Winterwerb ein Kampf gegen alle Reichen im Kiez.

Der Laden „Die Welt des Essens“, gekündigt von einer Besitzerin, die nichts anderes macht, als Ihren redlichen Besitz verteidigen gegen Migranten – ein Laden der erst seit 13 Jahren  an der Elsenstrasse existiert, findet plötzlich Unterstützung in dem Sozi Freier. Aushänge von ihm im Schaufenster zeugen davon. Ebenfalls  mit von der Partie Oliver Igel, ebenfalls bekannt als der Robin Wood Treptows. Die Sozis bedrohen uns. Nur mit Mühe und Not konnten wir den Abriß der Beermannstrasse 22 und 20 durchsetzen um unsere wunderbare Autobahn dort bauen zu können. Die SPD hat ja bekanntlich versucht die Kleingartenanlagen zu besetzen. Die dort lebenden Reichen konnten wir zum Glück erfolgreich aus den Häusern schmeißen.

Und nur mit Mühe konnten wir die Baugruppen im Kiez ansiedeln, in denen viele Migranten, Alleinerziehende, prekär Beschäftigte und Hartz IV beziehende Menschen wohnen. Das die Mieten steigen und der Besitz unserer Eigentumswohnung nun mehr Geld abwirft, wenn wir ihn verkaufen, wie in der Baugruppe in der Kiefholzstr, ist uns zu verdanken. Das die Reichen und Hippster nun wegziehen müssen ist nur unserem entschlossenen Handeln zu verdanken. Wir haben den Bau des Parkcenter bewilligt und die Kleingewerbetreibenden im Kiez dadurch kalt gemacht. Erst dadurch konnten sich tolle Läden ansiedeln. Und wir haben dafür gesorgt das Agromex seine Hotelplanung Schritt für Schritt am Spreeufer näher kommt, auch wenn uns die Sozis einige ärgerliche Knüppel in den Weg gelegt haben. Diese Freiheit, zu bauen, zu verdrängen, die Reichen aus dem Kiez zu schmeissen – diese Freiheit will uns der Sozi Freier wegnehmen. Und schlimmer noch: sie wollen unser Eigentum vergesellschaften. Als ginge das; eine Welt in der alle gleiche Rechte haben. Und da wohnen können wo sie wollen. So ein Quatsch. Es muss Arme geben! Wer soll denn sonst die Reichen für uns Arbeiten lassen? Putzen, Kaffee kochen, Häuser bauen, Straßen fegen, die Sprühereien von unsern Wänden kratzen, den Kindern was beibringen…

Seine illegale Bande und der Freundeskreis um ihn herum haben sich im Kiez festgesetzt und führen ihre Angriffe aus der Kunger Kiez Initiative heraus. Seine Jünger himmeln ihn als Führerfigur an und so überschwemmen sie den Kiez mit seiner Propaganda, mit seinem Gesicht, auf das es uns das fürchten lehren soll.  Doch wir werden kämpfen, das Gesetz ist auf unserer Seite. Schon immer. Wir, die Armen, freuen uns wenn der Kiez ausgewechselt wird und bald kein Reicher mehr unsere Blicke stört. Wenn es nur noch Bioläden gibt, Eis-Manufakturen und Fahrradläden.

Noch wird auf den Plakaten des Freier-Sozis für einen „politischen Sommer“ geworben und auswärtige Sozis wie der Stadtentwicklungssenator Geisel kommen um uns zu verwirren. So propagieren die Sozis den Neubau zu bezahlbaren Konditionen. Als würde nicht jedes Wort von Demagogie und Lügen getränkt sein, als seien sie so edel wie sie behaupten. Es versteht sich von selbst, das diese Wohnungen nur für die Sozis gebaut werden sollen.  Sie wollen wieder nur für die Reichen bauen und keine Eigentumswohnungen für uns Arme.

Und das die Plakate von Freiers Bande wild und illegal geklebt werden ist keine Frage. Sie überklebten sogar gezielt unsere Plakate zu einer Mietenstoppdemonstration, auf der wir „Schluß mit den Mieten“ forderten und freie Fahrt für Eigentum. Diese Bande hat auch eine Räuberkasse, und nennen das sogar „Kiezkasse“. Ihre Geldquelle ist dubios. Und sie finanzieren nur ihresgleichen. So können sie sich wie Kieztalibane, langsam ausbreiten und kaufen die Loyalität vieler Menschen. Dabei steht nur uns zu korrupt zu sein.

Aus dieser Kasse finanzieren sie andere Untaten wie das Baumscheibenfest, ein Tummelplatz der Reichen und Bürgerlichen, der Provinzialität und der Einfallslosigkeit. Auf diesen Treffen planen sie uns unsere EIgentumswohnungen wegzunehmen, wenn wir nicht aufpassen.

Diese Sozis sind eine ernstzunehmende Gefahr für unser Zusammenleben, sie sind hochkriminell und handeln mit Vorsatz. Sie schaffen Instabilität und spalten die Gesellschaft indem sie den Reichen ein Bewusstsein ihrer misslichen Lage geben. Sie wollen die bestehende Ordnung umschmeissen und bedienen sich auf ekeleregender Weise des Mietkampfes, um sich dem Ziel einer von Armen befreiten Gesellschaft anzunähern.

Und deshalb unterstützen sie „Das Haus des Essens“. Mit Wahlkampf hat das nichts zu tun. Seit wir unser erstes Bauprojekt durchsetzten gegen die Reichen im Kiez, die geliebte Baugruppe KarLoh und das Zwillingshaus, haben sie uns schon zugesetzt. Aber Ihr Reichen, und Ihr Sozis, Ihr werdet in Wilmersdorf wohnen, oder in Alt-Stralau, oder endlich mal anständige Arbeit nachgehen müssen – denn wir werden Euch das Handwerk legen.

korruptepolitiker Hier beschweren sich Mieterinnen, völlig zu Unrecht, über ihre nette Vermieterin, die ihnen 13 Jahre einen Platz geboten hat. Selbstlos, zu Konditionen, die uns alle beschämen.

korruptepolitiker4Und nun die Freier-Bande. Sie tut ganz ahnungslos und unterstützt die undankbaren Menschen gegen die brave Vermieterin. Damit hintertreiben sie unsere jahrelange Arbeit. Denn erst durch Aufwertung konnten wir Arme uns den Kiez erst leisten.

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Und als würde das was ändern, springt hier der oberste Hallodrio des Bezirkes dem Freier zur Seite. Ginge es nach den Spießgesellen – wir hätten hier die Anarchie und alle wären frei.

Soweit kommts noch.

(Und da Herr Freier bestimmt keine Ahnung von Satire hat – Sie widern sehr viele Menschen mit Ihrer Doppelmoral an, mit ihrem Karrierescheiß, mit der Machtgeilheit. Hat Ihnen das schon mal wer gesagt? Sie penetrieren den Kiez mit Ihrem Gesicht und fragen nicht nach – ob wir das die ganze Zeit sehen wollen? Sie hetzten gegen Karla Pappel und eine seriöse Stadtteilarbeit und hinterlassen eine Schleimspur die bist in die BVV stink. Als würden Ihnen die Menschen, die von Verdrängung bedroht sind irgend etwas bedeuten. Ihre Partei ist ein neoliberaler Sauhaufen, der seit über zehn Jahren keine bezahlbaren Wohnungen zustande bringt. Weil sie nicht will. Und dann kommen Sie daher und machen einen auf Menschenfreund, auf Ich-rette-die-Welt-des-Essens… Es ist Ihre Partei, die diese Scheiße angerichtet hat. Durch die Aufwertung, die Herr Igel propagiert, die die ganze SPD vorantreibt, steigen überall die Mieten. Wenn die Wohungen nicht schon in Eigentumswohnungen umgewandelt worden sind. Jahrelang hat Ihre Partei den Milieuschutz in der BVV verschleppt. Und , und , und… Und dann kommen Sie daher… Haben Sie eigentlich keine Achtung vor sich selbst?)

 

 

 

 

Zahlreiche Hausgemeinschaften, Mieter- und Stadtteilgruppen rufen unter diesem Motto zu einer großen stadtpolitischen Demonstration auf:

Gemeinsam gegen Verdrängung, Ausgrenzung, Armut und den Ausverkauf der Stadt!

Demo-Start: Sa. 10.09.2016, 14:00 Uhr, Platz der Luftbrücke Plakatmotiv

Wir wenden uns an alle Menschen, die es satt haben, dass:

… ihr Geldbeutel tagtäglich von immer höheren Mieten geplündert wird
… ihre Nachbarn und Bekannten aus ihren Wohnungen verdrängt und vertrieben werden
… der bezahlte Lohn ein Hohn und das Job-Center die Hölle ist
… mit großem Einsatz erkämpfte Entscheide und Freiräume wieder zunichte gemacht werden
… rechte Rattenfänger Wohnungssuchende und andere Menschen gegenseitig ausspielen
… im Wahlkampf sozial geredet und danach für die Interessen der Reichen munter weiter regiert wird!

Wir möchten, dass viele an dieser Demonstration teilnehmen können. Es wird wieder einen Wagen für Menschen geben, die nicht so gut laufen können.

Während die Politik im Wahlkampf von „bezahlbaren Mieten“ und „Sozialer Stadt“ faselt, wird die Wahrheit klar und spürbar: Das Geschäft mit der Wohnungsnot feiert neue Höhepunkte mit Traum- Renditen. Unzählige Menschen sind dadurch von Entmietung, Verdrängung und Verarmung betroffen – mit stark steigender Tendenz. Weiterlesen »

Filmpremiere „Stadt als Beute“

Wir möchten Euch auf einen neuen Dokumentarfilm hinweisen. Er hat eine ziemlich starke  Rezension in der Süddeutschen Zeitung bekommen und verspricht ein wichtiger Film zu werden, mit dem wir auch vielleicht politisch arbeiten können. Ähnlich wie „Verdrängung hat viele Gesichter“ nimmt er sich auch der Gegenseite an. Der Einblick ist insofern wichtig als das uns vor Augen geführt wird, dass ein Wunschzettel an die Politik oder gar an Investoren völlig an der Sache vorbei geht.

Andreas Wilcke ist für diesen Film und dessen Unabhängigkeit einen weiten Weg gegangen und es ist supertoll das er ihn jetzt draußen hat.

Heute ist Premiere

Liebe Grüsse Karla Pappel

http://www.sueddeutsche.de/kultur/die-stadt-als-beute-im-kino-wenn-investoren-dreckig-lachen-1.3142244

Seine Mail an uns:

Ich möchte Euch ganz herzlich zur Berlin-Premiere meines Films „Die Stadt als Beute“ am Donnerstag den 1.9. im Freiluftkino Kreuzberg (hinter dem Bethanien) einladen.
Würde mich Sehr freuen, Euch dort begrüßen zu können.

lg.Andreas Wilcke

http://www.freiluftkino-kreuzberg.de/kurzbeschreibung.php?id=253

Trailer:  https://vimeo.com/173598398
http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/videosextern/wohnungsnot-in-berlin-der-dokumentarfilm-die-stadt-als-beute-102.html

Kinostart: 8. September, alle Termine: www.diestadtalsbeute.com

Synopsis:
Von London bis New York gilt Berlin plötzlich als “the place to be“. Das weckt Begehrlichkeiten. Jeder will hier wohnen und viele wollen sich hier eine Wohnung kaufen, die – verglichen mit „zu Hause“ – spottbillig ist. Ehemaliger staatlicher Wohnungsbestand wird privatisiert und Mietwohnungen werden zu Eigentum. Welten prallen aufeinander und Paralleluniversen tun sich auf.
Andreas Wilcke hat diesen Vorgang vier Jahre lang durchleuchtet. Mit seiner Kamera ist er überall in der Stadt unterwegs; befragt die verschiedenen Akteure, begleitet Makler, Investoren und Kaufinteressenten bei der Schnäppchenjagd und Mieter beim Gang durch die Institutionen. Der Zuschauer ist quasi live dabei, wenn im Zeitraffertempo eine ganze Stadt umgekrempelt wird.

Der Wohnungbauverein Neukölln, eine Genossenschaft, die vom Kopf her stinkt, beteiligt sich an diesen Verbrechen. Derzeit bereitet die WBV-Neukölln den Abriss der Häuser in der Heidelberger Str. 15-18 vor. Wir haben vielfach darüber berichtet (Zum Beispiel hier). Auch aus dem Innenleben dieser korrumpierten Genossenschaftsstrukturen. Die SPD hat in Gestalt der Bausstadtrates Neukölnn grünes Licht für den Neubau gegeben. Assozial, verbrecherisch im moralischen Sinne (denn juristisch ist das natüüürlich immer was gaaanz anderes, da ist ja alles legal).

 

Ein paar Fotos der leerstehenden Wohnblocks mit 60 Wohneinheiten:

 

Heidelberger3Alles Leer! Heidelbergerstr4 Heidelbergerstr5

Steht alles schon zum Teil seit zwei Jahren leer. Unseren Wissens nach mußten die noch nicht mal Strafe zahlen.

Heidelberger 1

WBV macht intakte Wohnstrukturen kaputt, hat Mieter*innen verdrängt, treibt die Mieten nach oben. Hat mit Angst gearbeitet um die Leute zum Verlassen zu bewegen. Bzw. hat dann nach unserem Widerstand mit einigen Mieter*innen die verbliebenen Mieter*innen billig eingekauft.

 

Heidelberger2

Viele Genossenschaften sind vielfach schon genauso neoliberalisiert wie die Politik, die den Ausverkauf der Stadtim Investorenbinteresse umsetzt. Um den Anfang August wird dann konkret zerstört werden. Was ist Gewalt?

Man bedenke, die Bausubstanz ist völlig intakt. Was ist dies anderes als ein Verbrechen?

Die Wagenburg Lohmühle macht wieder Flohmarkt: Du kannst ohne Anmeldung kommen und mußt etwas spenden als kleine Mitmachgebühr. Am liebsten mögen sie Kuchen. Es gibt Kaffee und Getränke.

Stell einfach Deinen Trödelstand auf, treff Dich mit lieben Leuten…

Die Wagenburg ist ein sehr wertvoller Ort inmitten dieses Irrsinns von Eigentumswohnungen, Partyhippster und Bionadebourgeoisie an dem sich Arme treffen können ohne belästigt zu werden. Auch die Freebox, ein Ort, an dem Kleidung hinterlegt wird für ärmere Menschen ist auf der Wagenburg Lohmühle ein echter Tip. Neben der Essenausgabe  an der Kirche ein Institution!

31.7.2016 ab 12.00 Uhr – Lohmühlenstr 17 – 12435 Berlin

28.8.2016 ab 12.00 Uhr / 25.9.2016 um 12.00 Uhr