…was eine Sendung von „Kontraste“ mit Pears, dem NS und der Räumung einer Kneipe in Neukölln zu tun haben?

Eine harte Pressekritik an die Adresse von Kontraste

Am Wochenende, dem 7.8.2020 wurde wieder zwangsgeräumt. Eine kleine, für viel unbekannte Kneipe in Neukölln. „Syndikat“, so ihr Name. Und das „Syndikat“ machte als linkes Projekt viel Wind und wollte sich nicht räumen lassen. Nur mit über 700 Beamten im Einsatz konnte diese Kneipe dem Eigentümer zurückgegeben werden. Ihnen standen zum Teil mehr aks 1000 wütende Menschen, meist linke Gruppen, an verschiedenen Ecken der Strassen gegenüber und versuchten die Räumung zu verhindern. Die Besatzung des Kiezes aber kotzte alle an. Ausführlicher dokumentiert ist aus unserer Sicht alles auf dieser Webseite (lohnt sich mal reinzuschauen) :  http://nk44.blogsport.de/

Am 6.8.2020 wurde der Kiez bereits langsam abgeriegelt, um am Abend die Kontrolle über eine Straße zu behalten. Und am 6.8.2020 wurde auch die Sendung von Kontraste im Netz nicht zufällig hochgeladen – eine Reportage, derer sich jeder aufrechte Journalist*in schämen würde. Beide Beiträge – die Räumung und die Hetze, wurden von unseren Steuergeldern finanziert.

„Kontraste“ griff in dem Beitrag Menschen in Friedrichshain an, die sich wehren und sich ihre die Verdrängung nicht gefallen lassen. Dieser Beitrag zeigt wie Journalisten auf eine demagogische Weise arbeiten. Wir kennen das Muster, das auch schon in unserem Kampf gegen Baugruppen angewandt wurde. Siehe Film: https://archive.org/details/verdraengung-hat-viele-gesichter-film. (Ihr Beitrag war damals so schäbig, das sie ihn nicht freigaben für die Netzversion von „Verdrängung hat viele Gesichter“. Man muß ihn sich extra hochladen).

Es geht in solchen Reportagen wie in dem aktuellen Kontrastebeitrag um Diskreditierung von Menschen die sich wehren gegen andere, die Eigentumswohnungen bauen lassen und wissentlich Arme verdrängen. Man akzeptiert nur Menschen Weiterlesen »

+++ Kundgebung zur „Langen Nacht der Weisestraße“ darf nicht direkt vor
dem Syndikat stattfinden +++ abgesperrte Polizeizone in der Weisestraße
ab Donnerstag Mittag angekündigt +++ Eilverfahren wird angestrengt +++

[Update 14:03]: Der Anmelder versucht seit mehreren Stunden erfolglos
die Versammlungsbehörde zu erreichen, um den schriftlichen
Auflagenbescheid zu erhalten, der für eine Klage nötig ist. Es soll
offensichtlich seitens der Behörden versucht werden, eine juristische
Prüfung dieses skandalösen Vorgehens mit allen Mitteln zu verhindern.

Vor dem angekündigten Räumungstermin gegen die Kiezkneipe Syndikat am 7.
August um 9 Uhr, sollte bereits am Abend davor in einer „Langen Nacht
der Weisestraße“ dagegen protestiert werden. Die Kundgebung, direkt vor
der Weisestraße 56, wurde von 20 – 10 Uhr des Folgetages angemeldet.
Nachdem die Berliner Polizei fast 2 Wochen lang keinen Kontakt mit dem
Anmelder aufnahm, Weiterlesen »

Tachchen,

der Räumungstermin des Syndikats rückt näher: Am 7.8. (früh!) soll die Kiezkneipe in Neukölln geräumt werden. Verschiedene Gruppen rufen zu Protest und Widerstand auf. Bereits am Donnerstag 6.8 treffen wir uns alle vorm Syndikat.
ein kurzer Aufruf von Berliner Gemeinschaftsgärten:
______________________________

Das seit 35 Jahren bestehende Kneipenkollektiv Syndikat soll am Freitag 07. August 2020 geräumt werden. Wir schätzen das Syndikat als Raum des Miteinanders, wo es nicht um Profit, sondern vor allem um Begegnung und Austausch geht. Ein wichtiger sozialer Treffpunkt im Kiez – wie auch viele Gemeinschaftsgärten.

Solche Orte sind einer neoliberalen Stadtentwicklung ein Dorn im Auge – auch Gärten wie das Himmelbeet und die Prachttomate müssen um ihren Raum in der Stadt kämpfen. Der seit Jahren gewachsene Permakulturgarten Weiße Rose musste aufgrund der Unfähigkeit der Spandauer Bezirksverwaltung am 22.07.2020 geräumt werden.

Wir schließen uns dem Aufruf zur Langen Nacht der Weisestraße am 6. August ab 20 Uhr an.
Räumung is nich!
Für die selbstorganisierte Stadt von Unten!
Freiräume verteidigen!

nk44.blogsport.de/2020/07/20/lange-nacht-der-weisestrasse-am-67-august/

Netzwerk Urbane Gärten Berlin
Himmelbeet
Prachttomate
Prinzesinnengarten Kollektiv
Common Grounds e.V.

Warum macht Karla Pappel keinen Flohmarkt mehr auf der Lohmühle?

Vor einem Jahr gab es seitens einer Anwohnerin gegenüber einem Mitglied von Karla Pappel etwas, das wir – höflich ausgedrückt – als grenzverletztendes Verhalten bezeichnen. Das Mitglied von Karla Pappel moderierte auf dem  Flohmarkt (August 2019) zum Thema Verdrängung aus den Kiezen. Auch andere Menschen machten Beiträge am Mikrofon und waren eingeladen, als Besucher*innen spontan etwas zu erzählen. Dies
war Teil des Konzeptes bei allen Flohmärkten, die Karla Pappel seit mehr als zwei Jahren machte.

Wir als Initiative Karla Pappel wollten mit dem Flohmarkt über die Szene hinaus Anlaufpunkt sein für ausgegrenzte Menschen mit wenig Geld. Wir wollten ein sozialer Ort für arme Leute sein, weil viele Orte im Kiez vor allem die neue Mittelschicht bedient
und Arme über die Geldbörse ausgrenzt. Die Lohmühle fungierte einmal im Monat als ein solcher Ort.

Das oben genannte grenzverletzende Verhalten einer Person vom Wagenplatz betrifft nicht nur die damit attackierte Person von uns, sondern auch uns als Gruppe und unser Engagement. Wir sind fassungslos über den direkten verbalen Angriff, seine Legitimierung und den Umgang damit. In Folge dessen, bis zur erhofften Aufklärung und Auflösung des Konfliktes stellten wir den Flohmarkt ein. Dem grenzüberschreitenden Verhalten lag ein persönlicher Konflikt zwischen den beiden involvierten Menschen zugrunde, dessen Austragungsort nicht der Flohmarkt als öffentlicher Ort sein sollte. Auch hier ist nicht der Ort, die Einzelheiten zu wiederholen (auf Nachfrage mehr).

Warum wir keinen Flohmakt mehr machen, hat auch mit dem Agieren des Wagenplatzes in der Zeit danach zu tun. Anstatt dass das Plenum dieses Verhalten der Bewohnerin kritisierte oder zumindest problematisierte, Möglichkeiten zum Gespräch oder zu einer Entschuldigung suchte (dann hätte man gemeinsam weitersehen können), wurde versucht die Person von Karla Pappel vom Wagenplatz fern zu halten, also quasi mit einem Hausverbot zu belegen. Ein Teil des Plenums versuchte sogar, in die Autonomie unserer Gruppe einzugreifen und uns in die Auswahl unserer zukünftigen Moderationspersonen reinzureden. Unser Eindruck ist, dass bei der fadenscheinigen Begründung dafür eher alte Rechnungen einzelner eine Rolle spielten als der konkrete Anlass. Es ließ sich nicht klären, einen Raum um darüber zu reden, gab es nicht. Und für die von der Attacke betroffene Person wurde ebenfalls kein Raum hergestellt, die Mitwirkung an der Aufarbeitung der Lohmühle war leider gleich null.
Natürlich entscheiden wir als Gruppe darüber wie wir arbeiten und lassen uns da (aus Befindlichkeitsgründen anderer vom Wagenplatz) auch nicht reinreden.

Einige Menschen auf dem Platz beteiligten sich aus unserer Sicht in der Folge an einer Struktur des Mobbings gegenüber der Person von Karla Pappel. Andere verhielten sich vermittelnder. Der Vorschlag, ein Gespräch mit Mediation zu unternehmen, den wir sehr begrüßt hatten, wurde einmal ohne Begründung abgelehnt bzw. blieb zum Zweiten gleich ganz unbeantwortet.

Anfragen von Karla Pappel nach einem Gespräch mit allen Bewohner*innen
vom Platz liefen ins Leere, statt dessen wurde daraus ein Gespräch zwischen Karla Pappel und drei Deligierten gemacht. Die Drei hörten sich unsere Kritik durchaus an, aber eine Person leugnete den Vorfall auf dem Flohmarkt und sprach der Betroffenen und uns die Wahrnehmung darüber ab, was wir alle miterlebt hatten. Das war es
dann. Diejenigen, die die Mobbingstruktur hauptsächlich getragen haben, blieben dem Gespräch einfach weg. Das ist eine typische Struktur für Mobbing: hinter den Kulissen erlaubt man sich alles (üble Rede, Ausgrenzung etc.), aber drauf angesprochen wird man nicht gerne und vermeidet solche Situationen. So entzieht mensch sich der Konfrontation mit der Verantwortung für die Gemeinheiten, die eine*r auch vor anderen zu verantworten hat, die Fragen dazu stellen und das ansprechen. Wir haben in dem Treffen Fragen gestellt, aber es geschah dann nichts mehr. Der Platz hat keine Verantwortung übernommen, für das was von einer Person vom Platz veranstaltet wurde. Er hat auch für die Folge der Auseinandersetzung keine Verantwortung übernommen. Das ist keine Auseinandersetzung mit uns. Das war eine Farce und unwürdig.

Mag sein, das der Platz überfordert war oder in einer Verstrickung zur am Platz wohnenden Person stand, das ist bis dahin auch nachvollziebar – der Umgang mit uns aber als Gruppe war unterirdisch und zerstörte die Grundlage des Vertrauens-verhältnissen, das nötig gewesen wäre, unseren Flohmarkt in der Gesamtheit der Gruppe weiter zu betreiben, den wir auch zum Schutz (durch Öffentlichkeit) für die Lohmühle veranstaltet haben. Wir sind desillusioniert was die Strukturen auf den Platz betreffen und machen auch keine Versuche noch irgendwas zu klären. Dass die Auseinandersetzung ins Leere lief, dass mensch so mit Menschen umgeht, die einem aus
persönlichen Gründen nicht passen – das ist nicht das wo wir hin wollen – und wie wir nicht mit Menschen umgehen wollen.

Dafür, dass wir seit mehr als zehn Jahren im Kiez aktiv sind, dafür dass wir viele Veranstaltungen auch auf der Lohmühle veranstaltet haben, ist der Umgang mit uns mehr als enttäuschend. Da jetzt wieder für einen Flohmarkt geworben wird und so getan wird, als sei nie was gewesen (auch für die Besucher*innen nicht), ohne mit uns noch einmal Rücksprache zu halten, ohne die Konflikte, die wir zu klären versuchten, zu klären und wen von uns zu mobben, sehen wir uns veranlasst öffentlich auszusprechen: „Nein, der Flohmarkt hat mit uns nichts mehr zu tun“.

Das was wir damit verbunden haben, die Leute die wir immer eingeladen haben, die Leute die wir als politische Stadtteilini erreicht haben, das ist für diesen Ort verloren. Es tut uns sehr leid um die Gäste, die sich fest auf uns stützen konnten und denen wir gute Bedingungen stellten, ein paar Euros zu verdienen, sich zu treffen, sich willkommen zu fühlen, unsere Kuchen zu naschen, die wir mit viel Liebe gemacht haben. Wir haben an- gefangen Menschen persönlicher kennen zu lernen, die uns dort nicht mehr vorfinden werden. Und die wir nicht so einfach wieder treffen und die ohne uns wahrscheinlich auch nicht mehr dort hingehen, weil wir sehr speziele Werbung gemacht haben. Ein sozialer Ort ist wegen einem unmöglichen Umgang mit einem Konflikt zerstört worden.

Es ist traurig, aber so sind die Strukturen. Aber wir lassen uns auch nicht so behandeln.

Wir sind als Gruppe unterschiedlich und haben sicherlich, auch von diesem Text abweichende Meinungen, aber für alle ist klar, unter den Bedingungen machen wir keinen Flohmarkt mehr.

Redaktion Karla Pappel

Aufruf. Unterstützt die Nachbarkieze! Karla Pappel

ErsterAugust

+ english below +

„1. August in Berlin: No Pasaran – Nazis angreifen! Freiräume erkämpfen!

Für den 1. August mobilisieren „Querdenken 711“ und die
„Kommunikationsstelle Demokratischer Widerstand“ (a.k.a. “nicht ohne
uns”) bundesweit für einen “Tag der Freiheit” und das “Ende von Corona”
in das Berliner Regierungsviertel.
Die aus den sogenannten ‚Corona-Protesten‘ stammenden Gruppen sind ein
diffuses Spektrum aus Verschwörungsideolog*innen, Reichsbürgern und
organisierten Nazis. Auch die ‚Hygiene-Demos’ waren von Beginn an offen
für nationalistische Hetze, Holocaustrelativierungen, antisemitischen,
rassistischen und antifeministischen Bullshit.

Aber faschistische Tendenzen findet man überall in der Gesesllschaft.
Die AfD gewinnt bei jeder Wahl mehr Stimmen. In Neukölln gibt eine seit
Jahren anhaltende Serie von Angriffen durch Nazis. In Hessen, aber auch
Berlin gab es rechtsradikale Drohschreiben, die in Zusammenhang mit
Bullenstrukturen stehen. Auch wurden in letzter Zeit rechte Strukturen
in Bullerei und Bundeswehr bekannt , die sich auf einen Angriff gegen
alles Linke und Antifaschistische vorbereitet haben. Das alles findet
seinen Höhepunkt in Anschlägen wie Halle und Hanau.

Daneben schreitet der Ausverkauf unserer Städte unaufhaltsam voran.
Mieter*innen werden tagtäglich gewaltsam aus ihren Wohnungen geräumt.
Linken, antifaschistischen, antikapitalistischen Orten des
Zusammenkommens und der Organisierung droht die Räumung. Für die
Kiezkneipe Syndikat ist die Räumung auf den 7. August angesetzt.
Jederzeit kann das anarcha-queer-feministische Hausprojekt Liebig 34
geräumt werden. Der Jugendclub “Drugstore” wurde ins Exil verbannt und
die SPD-Schöneberg droht der Potse mit der Zwangsräumung.

Gerade in diesen Zeiten ist Aktion unverzichtbar. Lasst uns verhindern,
dass die Rechten durch Berlin maschieren und Anschläge wie in Halle und
Hanau sich widerholen. Dafür braucht es aber auch Orte der
antifaschistischen Organisierung. Wir müssen diese verteidigen und neue
erstreiten.

Fascists – Go Home!
Gegen die ‚Corona-Proteste‘ im Regierungsviertel gibt es ab 10 Uhr
Gegenproteste. Daher bildet Banden, verteilt Flyer, malt Transparente
und Schilder und achtet auf Ankündigungen.

Investors – Fuck off!
Neben den Gegenprotesten müssen wir aber auch eigene Impulse setzen,
deshalb kommt zur bundesweiten Demo “Raus aus der Defensive!” gegen
Räumungen, Abschiebungen und Faschisierung um 20 Uhr.Treffpunkt ist der
Herrfurthplatz in Berlin-Neukölln.

Alerta, Raus aus der Defensive!

Infos für antifaschistische Gegenproteste: berlin-gegen-nazis.de
Infos zur “Raus aus der Defensive!”-Demo: interkiezionale.noblogs.org
——————–

+ english +

1st of August in Berlin: No Pasaran – Attack Nazis! Fight for autonomous
spaces!

For the 1st of august „Querdenken 711“ and „Kommunikationsstelle
Demokratischer Widerstand“ (a.k.a. “nicht ohne uns”) have a germany-wide
call for actions around the Reichstag in Berlin, under the theme “Day of
Freedom” and the end of Corona.
These groups originating from the so called ‚corona-protests‘ are a
vague spectrum of conspiracists, “Reichsbürger” and organized Neo-Nazis.
Since their start the ‚hygiene-demonstrations‘ were open for
antisemitism, holocaust denial, anti-feminism and racism. What shows
that there is only a narrow ridge between conspiracists and organized
Neo-Nazis.

But Fascist tendency can be found all over the society. The AfD is
winning at each election new votes. Neukölln is under ongoing attack by
Neo-Nazis. In Hessen, but also Berlin there are threadenings by
Neo-Nazis, which have a connections to the cops. Also in there are news
about right struktures in the german police and army. This all finds it
climax in terror attacs like Halle and Hanau.

In the same time the sell out of our citys reaches new dimensions. Human
are brutally evicted from their homes every day. Left, antifascist and
anti-capitalist places to meet and organize are also threaded by
evictions. For the “Kiezkneipe Syndikat” the eviction attempt is
announced for the 7th of august. The anarcha-queer-feminist project
“Liebig34” can be evicted any time. Also the youth-club “Potse” already
has their eviction order. The youth-center “Drugstore” already lost
their rooms. The “Kiezkneipe Meuterei” is only waiting for their
eviction order. And the Rigaer 94 is constantly under fire by the cops,
politics, press and fascists.

Now more than ever direct action is indispensable. Let us stop the march
of the Right through Berlin and their terror attacks like in Halle and
Hanau. We need to Break out of the defensive!

Fascists – Go Home!
For the 1st of August join the counter-protest against the
‚corona-protests‘ at 10:30. Form gangs, spread material, create sings
and banners and watch for announcements.

Investors – Fuck off!
Beside the counter-protests we need to set our own impulses, so come to
the demonstration “Break out of the defensive!” against evictions,
deportations and fascisation at 20h (8pm). Starting point is the
Herrfurtplatz in Berlin-Neukölln.

Alerta, Break out of the defensive! „

 

 

Wir bitten Euch um Unterstützung.

Diese Räumung möchten wir verhindert wissen. Stoppen wir diese Räumung, stoppen wir auch andere. Denn die Zwnagsräumungen laufen wieder an, die Verdrängung armer Menschen ist während Corona nur
unterbrochen gewesen. Nach wie vor wird überall Eigentum hingeklotzt.
Die Immobilenmenschen haben längst neue Wege gefunden uns aus den
Wohnungen rauszubekommen und erproben dies. Mietendeckel hin oder her.

Verhindern wir die Räumung. Pears (Eigentümer der Immobillie) durch Taten enteignen

 

weitergeleiteter Newsletter vom Syndikat:

Endspurt! – Alle Termine bis zum 1. Räumungsversuch am 7. August

Liebe Freund:innen und Unterstützer:innen,

es sind nun etwas weniger als 2 Wochen bis zum zweiten ersten
Räumungsversuch am 7. August. Vieles ist in den letzten Wochen passiert
und wir haben noch viel vor. Weiter unten findet ihr eine Auflistung
aller geplanten Veranstaltungen und Links mit mehr Infos. Es ist nicht
auzuschließen das kurzfristig noch mehr dazu kommt. Haltet euch also auf
jeden Fall auch über unsere anderen Infokanäle auf dem Laufenden.
(Twitter: https://twitter.com/syndikat44 / Telegram-Infochannel:
https://t.me/syndikat44 und über den Interkiezionale Info-Channel
https://t.me/interkiezionale)

Weil vieles davon sehr kurzfristig stattfindet, brauchen wir hier
nochmal eure Hilfe: Spread the word! Schickt diese Mail und / oder die
einzelnen Termine über eure Verteiler und Social-Media-Accounts,
schreibt Rundnachrichten, oder kommt im Syndi vorbei und helft uns die
gedruckte Mobi zu verteilen. Aber vor allem: kommt zu den
Veranstaltungen, bereitet euch vor, oder zeigt euch andersweitig
solidarisch. Lasst uns gemeinsam den Druck noch weiter erhöhen, bis wir
am 6. / 7. August klar und deutlich sagen: Räumung is nich! – Syndikat
Bleibt!

Kommende Termine:

– 29.07. | 19 Uhr | Köpi-Hof (Köpenicker Straße 137) : Infoveranstaltung
/ Projekte Update, letzte Demo-Infos, Tag X, Aktionswoche / Demo
September, Diskussion.
mehr Infos:
https://syndikatbleibt.noblogs.org/post/2020/07/27/29-07-19-uhr-kopi-hof-interkiezionale-infoveranstaltung/

– 30.07. | 20 Uhr | vor dem Syndikat : Videokundgebung / Aus vergangenen
Zwangsräumungen lernen (vom Bündnis Zwangsräumung Verhindern!)
mehr Infos:
https://syndikatbleibt.noblogs.org/post/2020/07/27/30-07-und-02-08-videokundgebung-blockade-training/
– 31.07. | 16 Uhr | Weise- / Ecke Herrfurthstrasse : Kiezkultur von
Unten! – live, umsonst und draußen. Live-Acts, Lesung, Redebeiträge,
Infotische .
mehr Infos:
https://syndikatbleibt.noblogs.org/post/2020/07/27/31-07-ab-16-uhr-kiezkultur-von-unten-live-drausen/

– 01.08. | 20 Uhr | Herrfurthplatz : Demonstration “Raus aus der
Defensive!” Syndikat, Liebig34, Potse, Meuterei und Rigaer94 bleiben!
mehr Infos: https://interkiezionale.noblogs.org/demo-01-08/

– 02.08. | 11-17 Uhr | vor dem Haus 104 / Tempelhofer Feld : Blockade
Training / Theorie und Praxis erlernen (vom Bündnis Zwangsräumung
Verhindern!)
mehr Infos:
https://syndikatbleibt.noblogs.org/post/2020/07/27/30-07-und-02-08-videokundgebung-blockade-training/
– 06. / 07.08. | 20-10 Uhr | vor dem Syndikat : Lange Nacht der
Weisestraße / Zusammen kommen – widerständig sein – Räumung is nich!
mehr Infos:
https://syndikatbleibt.noblogs.org/post/2020/07/20/lange-nacht-der-weisestrase-am-6-7-august/

Aufruf von solidarischen Nachbar:innen:
https://nk44.nostate.net/2020/07/19/lange-nacht-der-weisestrasse-am-6-7-august/

Wir sehen uns auf der Straße! No pasaran! ( „Sie kommen nicht durch!“ Kampfruf im Spanischen Bürgerkrieg gegen die Faschisten )

Solidarische Grüße

euer Syndi-Kollektiv


Kiezkneipe Syndikat

Kontakt: syndikatbleibt@riseup.net

Info-Kanäle:

Blog: syndikatbleibt.noblogs.org
Twitter: twitter.com/syndikat44
Telegram: t.me/syndikat44

Eine Mail aus dem Nachbarkiez,
liebe Grüsse Karla Pappel
„Solidarische Nachbar*innen der Kiezkneipe Syndikat in der Weisestraße in
Neukölln rufen auf zum Widerstand gegen die geplante Räumung des
Syndikats am 07.08:

Widersetzen – Zwangsräumung is nich! –
Widerstand gegen die geplante Räumung des Syndikats am 07.08. – sehr früh!

Wir kämpfen seit Jahren gegen Verdrängung in unseren Häusern, in unseren
Kiezen, in der ganzen Stadt. Am 07. August will Gerichtsvollzieher Frank
Bossin die Kiezkneipe Syndikat räumen, um den britischen Spekulanten
Pears Global bei ihrer fortlaufenden Gelddruckmaschine namens Aufwertung
zu helfen. Und das Land Berlin faselt von Mietenstopp und leistet Amtshilfe.

Wir haben die Schnauze voll. Wir werden nicht tatenlos zusehen, wie das
Syndikat geräumt wird. Unser Widerstand ist legitim. Wir werden die
Straße blockieren. Wir werden uns vor das Syndikat setzen und uns
notfalls wegtragen lassen – mach mit!

Wir rufen alle dazu auf, ihren berechtigten Unmut über die Räumung des
Syndikats am 07. August auf die Straße zu tragen!!!

Schließe dich der Sitzblockade an oder werde anderweitig aktiv. Ob ein
Banner am Balkon, Ausbuhen der Polizei, Sprechgesänge, Versorgung der
Protestierenden oder bunte Aktionen im ganzen Schillerkiez. Informiere
dich. Bereite dich vor. Tob dich aus. Bei polizeilicher Repression oder
zur emotionalen Unterstützung werden wir füreinander da sein.

Lasst uns ein Zeichen setzen: wir, die Bewohner*innen dieser Stadt
nehmen deren Ausverkauf nicht hin!!! Komm am 07.08. sehr früh vors
Syndikat oder noch besser zur Kundgebung am 06.08., ab 20 Uhr zu langen
Nacht der Weisestraße!!!

Solidarische Nachbar*innen des Syndikats

English version

Sit down and resist – No eviction of Syndikat! –
Resistance against the planned eviction of Syndikat on the 7th of August
– very early!

We fight against Gentrification in our houses, our Kiez and in the whole
city. On the 7th of august the bailiff Frank Bossin wants to evict the
pub Syndikat to help the British speculator Pears Global become even
more rich, while gambling with our houses. Meanwhile the government of
the city is babbling about a moratorium of rents.

We are sick of this! We won’t be watching while the Syndikat is being
evicted. Our resistance is legitimate. We will block the streets. We
will sit down in front of Syndikat and we will not leave voluntarily –
join us!

We invite everybody to bring their anger about the eviction to the
streets on the 7th of August!!!

Join us in the blockade or become active in another way! Whether its a
banner on the balcony, booing the police, shouting slogans, taking care
of supporters or colourful actions around the whole area. Get informed.
Get prepared. Get active. We will stand together in case of repression
and for emotional support.

Let’s set an example: we, the residents of the city, wont take its
selling-off!!! Come to Syndikat on the 7th of August or even better to
the rally „Long night of Weisestraße“ on the 6th, starting from 8pm.

Solidly united neighbours of Syndikat

https://nk44.nostate.net/2020/07/19/lange-nacht-der-weisestrasse-am-6-7-august/

Hallo liebe Leute; derzeit scheint es einen neuen Angriff auf indymedia zu geben. Diese Info unten findet sich auch auf :
https://barrikade.info/article/3706

Gebt die Info weiter, unterstützt Indymedia als Teil einer freien Presse und Gegenöffentlichkeit.

Liebe Grüsse

Zitatanfang

„…knickt de.indymedia.org ein ?

NEIN. Genau das war und ist es, was wir tun.

Wir kämpfen mit dem 6. DDoS – Angriff in diesem Jahr und wehren auch diesen ab. Das braucht Zeit und Energie, da die Infrastruktur angepasst werden muss.
Dank der umfangreichen Unterstützung der Hoster, die zum Teil auch betroffen sind, kommen wir gut voran. Trotzdem können wir noch nicht genau sagen, wann wir wieder am Netz sind.

An dieser Stelle einen RIESENDANK an die mutigen und couragierten Spender und Spenderinnen !
Die Kosten des laufenden Betriebes für die nächste Zeit sind gedeckt, was auch bei uns viel Freude auslöste 🙂

Im letzten halben Jahr wurden immer größere Mittel aufgebracht, um uns mundtot zu machen. Sie, die Angreifer*innen (Rechte und ihre Parteifreund*innen, bis hin zu Bundesbehörden und Regierungsvertreter*innen), sehen es anscheinend als eine Möglichkeit, niederträchtig technische Mittel zum Einsatz zu bringen, um eine der Stimmen der Gegenöffentlichkeit mundtot zu machen.
Wie die Fachpresse schreibt, liegen die Tagespreise für einen DDoS-Angriff bei 200 – 400 € am Tag. Das macht diese niederträchtigen Angriffe einfach und bezahlbar. Gewalt und Geld ist das, womit die Rechten schon immer operierten.

Ob nun Drohbriefe – DDoS-Attacken oder Verbote – wir knicken nicht ein.
Das wird nicht funktionieren !

Wir stellen dem emanzipatorischen Widerstand in allen ihren/seinen Facetten eine OPEN-POSTING-PLATTFORM zur Verfügung, um inhaltliche und praktische Kritik am herrschenden System öffentlich zu machen.

Die Analyse und (praktische) Kritik im deutschsprachigen Raum «formuliert» sich gegen die strukturelle rassistische, patriarchale, lebensgrundlagen-zerstörende und kapitalistische Herrschaft in ALLEN ihren Gewaltformen. Dazu zählen die repräsentative bürgerlich-demokratische nationalstaatliche Ordnung und ihre Ordnungsorgane (u.a. Polizei, Gerichte und BfV).
Diese Ordnung mit allen politischen Mitteln anzugreifen, um eine emanzipierte sozial gerechte, lebensermöglichende Welt zu schaffen, die FREI von Unterdrückung und Ausbeutung ist, ist das Ziel jeder Befreiungsbewegung. Ob eine Bewegung diese Anforderungen erfüllt, misst sich an ihren strategischen Schritten und an den eingesetzten Mitteln.
Diese müssen öffentlich verhandelt werden können, um die Zielsetzung zu diskutieren, solidarisch kritisch zu begleiten und zu transformieren.
Dafür ist die Öffentlichmachung grundsätzlich erforderlich und theoretisch auch in der repräsentativ-demokratisch bürgerlichen natioanlstaatlichen Ordnung gewährleistet. Sowie die Tatsache, dass den Menschen ein grundsätzliches Anrecht auf Information zugesprochen wird.

Nur immer dann, wenn es darum geht, die nationalstaatliche gewaltförmige Ordnung ( sprich: Verfassung ) in eine sozial-gerechte emanzipierte und von Unterdrückung und Ausbeutung befreite Gesellschaft zu überführen, tritt der gesamte Macht- und Repressionsapparat auf den Plan, um die Gegenöffentlichkeit mundtot zu machen.

Und hier kommen wir, die die GEGENÖFFENTLICHKEIT ermöglichen, ins Spiel.
Solange die Hofberichterstattung der Öffentlich-Rechtlichen funktioniert und nach marktkonformen Kriterien Nachrichten produziert werden, besteht keine Gefahr.
Die Gefahr kommt erst dann zustande, wenn die inhaltliche und praktische Kritik am herrschenden System sich in Form einer OPEN-POSTING-PLATTFORM materialisiert. Die inhaltliche und praktische Kritik bezieht sich immer auf die herrschenden Gewaltverhältnisse/Entscheidungen und ihre Apologet*innen.

Somit verwundert es auch nicht, dass die AFD am 1.7. einen de.Indymedia-Verbotsantrag in den Bundestag einreichte.In dem Antrag (siehe hier: indy ) konstruiert sie Lügen und Fakenews, wie sie inzwischen schon zur Normalität der rechten Realität geworden sind. Trotzdem oder genau deswegen hat sich der Horst das rechte Konstrukt zu eigen gemacht und verurteilt «die Gewalt der Öffentlichmachung» und setzt den Verfassungsschutz auf eine von der Verfassung geschützte Instituion der Öffentlichkeit an.“

Zitatende

Ein weiterer Hilferuf von Mieter*innen:

„Hallo zusammen,

bitte teilt unseren offenen Brief:
https://wohnen-torstrasse.weebly.com/uploads/1/2/2/9/122924297/offener_brief_an_accentro.pdf

Die Wohnsituation in unseren sieben Wohnhäusern in Berlin hat sich durch
das Vorgehen der Accentro Real Estate AG drastisch verschlechtert und
wir fühlen uns zum Teil existenziell bedroht.Wir richten uns mit diesem
offenen Brief an die Unternehmensgruppe und an die Öffentlichkeit.

Wir sehen keinen anderen Ausweg als uns mit unseren Nöten und unseren
Forderungen an Euch zu wenden und bitten um Eure Unterstützung zum
Erhalt unserer Wohnräume und Lebensverhältnisse.

Sollten Ihr mit uns in Kontakt treten wollen, wendet Euch gerne an diese
E-Mail-Adresse (accentro_netzwerk@riseup.net) zurück.
Wir bedanken uns für jegliche Anteilnahme und hoffen auf neue
Mitstreiter*innen.

Viele Grüße,

Bewohner*innen aus den Häusern

Bundesratufer 12
Johanniterstraße 3-6
Monumentenstraße 19
Reuterstraße 37
Riehmers Hofgarten
Torstraße 225/227
sowie Reichenberger Str. 55″

Hier klicken zum offener_brief_an_accentro

Nach der ganzen Hetze gegen die Rigaer Str. haben wir einen Beitrag kopiert, den wir hier für Euch veröffentlichen :

********** ENGLISH VERSION BELOW*************

Am Donnerstag, den 9. Juli wurde eine Hausdurchsuchung in der Rigaer94 vorgeschoben, um zu versuchen, mehrere Wohnungen im Vorderhaus zu räumen. Der Einsatz endete in der Räumung einer Wohnung im Erdgeschoss. Erst am frühen Nachmittag wurde klar, dass es sich um eine (versuchte) Teilräumung des Vorderhauses der Rigaer94 handelte. Es gab viel Verwirrung, ob dies nun Tag X ist, weswegen wir uns entschlossen haben, zu reflektieren und diesen Text zu schreiben um einige Punkte bezüglich Tag X und unserem Strategie gegen Räumungen mit euch zu teilen.

In unserer aktuellen Vorbereitung auf die angedrohten Räumungen von Syndikat, Liebig34, Meuterei und Potse müssen wir zugeben, dass es uns unvorbereitet getroffen hat, dass die 1. Tag X Sponti (heißt Demonstration , Red.) der Rigaer94 gegolten hätte. Wir hatten nicht damit gerechnet, dass der Senat bzw. die Cops eine ähnliche Strategie wie 2016 bei der Räumung der Kadterschmiede fahren würden. Dadurch, dass die politisch langfristig geplante Räumung von 2016 im Nachhinein für illegal erklärt wurde, trug der Ruf von Polizei und Innensenat einen erheblichen Schaden davon. Der neue Innensenat unter Geisel (SPD) schrieb sich hingegen von vornherein auf die Kappe, mehr darauf zu achten, dass die Bullen rechtskonform handeln. Mit dem laufenden Einsatz in der Rigaer94 hingegen verdeutlicht der Senat, dass er sehr wohl bereit ist, wiederholt rechtswidrig zu handeln, um lästige politische Gegner anzugreifen. Möglich wäre natürlich auch, dass die Bullen mal wieder unabgesprochen eigenmächtig handeln, um ihre eigene Agenda durchzusetzen.

So oder so verdeutlicht der Angriff auf die Rigaer94, dass ein Angriff auf ein Projekt ein Angriff auf uns alle ist. Die Cops und Politik wissen von unserem gemeinsamen Kampf um eine Stadt von Unten und um die Projekte. So ist es naheliegend, zu versuchen, auch die Rigaer94 zu diesem Zeitpunkt zu schwächen. Die letzten Tage haben bewiesen, dass die Strategie nicht aufgegangen ist, denn das Band der Solidarität zwischen uns ist nur stärker geworden.
Trotzdem zeigt der Angriff, dass wir uns anders vorbereiten müssen. So waren wir bisher nicht so spontan handlungsfähig. Dies begründet sich hauptsächlich darin, dass wir unsere Strategie nicht um den Umgang mit kalten Räumungen entwickelt hatten, sondern um den Umgang mit angekündigten Räumungsterminen.
Uns freut zu sehen, dass sehr viele Menschen trotzdem fähig sind spontan zu agieren. So gab es bereits neben meheren Soli- und Racheaktionen auch eine Demo am Freitag Abend und eine Scherben Sponti durch den Friedrichshainer Südkiez am Samstag Abend.

Angesichts dieser jüngsten Erfahrungen sowie der kalten Räumungen von Gerhard-Hauptmann-Schule (01/2018), Teppichfabrik (08/2017) [4], Großbeerenstraße17a (05/2019), SabotGarden (04/2020) [5] ist es sinnvoll, sich als Bewegung auf verschiedene Räumungsstrategien vorzubereiten – angekündigte und kalte Räumungen. Bei den bisherigen kalten Räumungen wurden Securities abgestellt, um Menschen über einen längeren Zeitraum auf dem jeweiligen Gelände zu überwachen, kontrollieren und drangsalieren. All das mit dem Ziel sie langsam zu zermürben und die politische Aufmerksamkeit nach und nach schwinden zu lassen. Für die Menschen vor Ort kann sich jeder Tag wie ein Räumungstag anfühlen, für die Unterstützer*innen scheint die Bedrohung nie so groß, dass sie sich wie an einem TagX verhalten würden.

Zum einen müssen wir uns überlegen, was wir im Falle von kalten Räumungen tun können, um uns die Kontrolle über unsere Räume zurück zu holen, zum anderen sollten wir klären was für uns Tag X konkret bedeutet: Ist Tag X ein Tag, geht es um einen längeren Zeitraum und welche Antworten sind angemessen?

Wir verbleiben vorerst bei unserem Plan für jeden Tag X: Eine Sponti (heißt Spontandemonstration die Red.) um 21h an jedem Tag X. Tag X wird von den Projekten selbst ausgerufen, es kann sich um eine (Teil-)Räumung oder das Abstellen von privaten Secus handeln. Daher kann es auch sein, dass Tag X erst im Laufe eines Polizeieinsatzes ausgerufen wird. Die Demo am 1. August findet natürlich weiterhin statt und der Aufruf zu dezentralen militanten Aktionen gegen die Verantwortlichen der Räumung und Profiteur*innen der Verdrängung bleibt ohnehin bestehen.
Haltet euch auf dem Laufenden, tragt zur Diskussion über den Umgang mit kalten Räumungen bei und bleibt aktiv!

Interkiezionale

++++++++++++English Version +++++++++++

Attack on Rigaer94 / reflections on Day X

On Thursday, July 9, a raid in Rigaer94 was used in order to attempt the eviction of several apartments in the front building. The operation ended in the eviction of one apartment on the ground floor. Only in the early afternoon did it become clear that this was an (attempted) partial eviction of the front building of Rigaer94. There was a lot of confusion about whether this is Day X or not, so we decided to reflect and write this text to share some points with you regarding Day X.

In our current preparation for the announced evictions of Syndikat, Liebig34, Meuterei and Potse we have to admit that we were unprepared for the fact that the 1st Day X Sponti would have been for Rigaer94. We had not expected that the Senate or the cops would follow a similar strategy as in 2016 when they evicted the Kadterschmiede. The fact that the eviction of 2016, which had been planned for a long time, was subsequently declared illegal, caused considerable damage to the reputation of the police and the Senate of the Interior. The new Senate of the Interior under Geisel (SPD), instead announced to pay more attention to ensuring that the cops act in accordance with the law. With the ongoing siege of Rigaer94, however, the current Senate has made it clear that it is very much willing to repeatedly act illegally in order to attack political opponents. It is also possible, of course, that the cops are once again acting on their own authority in order to push their own agenda.
Either way, the attack on the Rigaer94 shows again that an attack on one project is an attack on all of us. The cops and politicians know about our common fight for a city from below and for the projects. So it makes sense to try to weaken Rigaer94 at this time. The last few days have however proven that their strategy has not worked, because the bond of solidarity between us has only grown stronger.
Nevertheless, the attack shows that we have to prepare ourselves differently. So far we were not capable to act so spontaneously. This is mainly due to the fact that we had not developed our strategy to deal with cold evictions, but to deal with announced eviction dates.
We are happy to see that many people are still able to act spontaneously. So there were already several solidary and revenge actions, a demonstration on Friday evening and a smashing sponti through the southern district of Friedrichshain on Saturday evening.

In view of these recent experiences as well as the cold evictions of Gerhard-Hauptmann-Schule (01/2018), Teppichfabrik (08/2017), Großbeerenstraße17a (05/2019), SabotGarden (04/2020), it makes sense to prepare as a movement for different eviction strategies – announced and cold evictions. In the previous cold evictions, securities were installed in order to monitor, control and harass people on the respective premises over a longer period of time. All this with the aim of slowly wearing them down and gradually diminishing political attention. For the people in the project every day can feel like a day of eviction, for the supporters the threat never seems so great that they would behave like on one Day X.

On the one hand we have to think about what we can do in case of cold evictions to regain control over our rooms, on the other hand we should clarify what Day X means for us concretely: Is Day X one day, does it last a longer period of time and which political answers are appropriate?

For now we stick to our plan for every Day X: A sponti at 9pm on every Day X. Day X will be declared by the projects themselves. It could be a (partial) eviction or the installation of private security. Therefore it is also possible that Day X is only proclaimed during the course of a police operation. The demonstration on August 1st will of course take place and the call for decentralized militant actions against those responsible for the eviction and profiteers of the repression remains as well.
Keep up to date, contribute to the discussion about how to deal with cold evictions and stay active!

Interkiezionale

TERMINE/ DATES:

15.07. – Flensburg, Hafermarkt, 19h
16.07. – Hamburg, Rote Flora, 19h
20.07. – Leipzig, tba
21.07. – Köln, AZ Köln
22.07. – Frankfurt (Main), Exzess
23.07. – Freiburg KTS
01.08. – DEMO „In die Offensive“, 20h, Herrfurthplatz
07.08. – Räumungstermin Syndikat 9Uhr, Sponti 21h
webadresse:
http://www…