Daher fragen wir Euch ob es gerade neue Skandale und Sauereien gibt beim Vorstand der WBV-Neukölln? Oder andere Entwicklungen, die wir wissen sollten oder auch veröffentlichen sollen?
Kontaktiert uns bei Bedarf: karlapappel@mail36.net
„Der Korrupte nimmt seine Korruption nicht wahr. Es ist ein wenig wie mit dem Mundgeruch. Wer ihn hat, der bemerkt ihn kaum. Die anderen bemerken es und müssen ihm es sagen. An diese Aufforderung wollen wir uns halten.“
Wenn wir einen Beitrag auf dem Kiezspaziergang halten, der zum Beispiel die Vergabe der Gelder aus der Kiezkasse zum Thema macht sowie die unrühmliche Rolle, welche die Kunger-Kiez-Initiative, bzw. ihre Köpfe betrifft, dann wegen dem Mundgeruch. Das Kritik an korrumpierten Verhalten nicht gerne von den Betroffenen gehört wird, ist klar. Sollen wir deswegen schweigen?
Auslöser des Beitrages war, das die Einladungen zum Kiezspaziergang zweimal in der Kiezgalerie abgehängt wurden. Sowas geht gar nicht!
Musik-Kundgebung gegen Verdrängung 26.10. 15-18 Uhr in der Reichenberger Straße 73
Kündigungen wegen Eigenbedarf nehmen drastisch zu. So auch in der Reichenberger Straße 73. Hier wurden bereits 6 Wohnungen wegen Eigenbedarf durch den CDU- Politiker und Immobilienbesitzer Ernst Brenning und seinen Clan gekündigt. Das geht so nicht mehr! Kämpfen wir gemeinsam dafür, dass wir in unseren Wohnungen bleiben können, solange wir wollen!
Programm:
Redebeiträge und Live-Musik mit Judiths Krise Geigerzähler Christiane Rösinger & Musicalchor aus „Stadt unter Einfluss ̋ und weitere
… und danach: Soli-Party der Akelius-Mieter*innen-Vernetzung. Regenbogenfabrik, Lausitzer Str. 22. Infos 20 Uhr, Party 21 Uhr
Stellt Euch vor, Ihr sollt verdrängt werden – und aus allen Ecken des Kiezes kommen Menschen um Dich zu unterstützen.
Wir machen einen Kiezspaziergang im Kunger-Kiez. Veranstaltet wird der Kiezspaziergang von Anwohner*innen aus den Mietshäusern Karl-Kunger Str. 1-6, der Issingstr. und der Stadtteilinitiative Karla Pappel.
Wir treffen uns an der Infotafel an der Ecke Bouchestr / Karl-Kunger Str. um 14.00 Uhr. Schirm mitbringen – falls regnerisch.
Wir laufen ein paar exemplarische Stationen im Kiez ab. Welches Haus befindet sich gerade im Kampf? Welche miesen Investoren treiben die Armen aus dem Kiez? Wie wird der Kiez gerade umgekrempelt und ausgewechselt? Wo will schon wieder wer Eigentumswohnungen bauen? Wo stehen Wohnungen leer?
Und vor allem: Was werden wir dagegen unternehmen?
Gegen Ende machen wir ein Kaffeekränzchen. Bringt gern was kleines für ein Buffet mit.
Bringt Eure Plakate und Transparente mit, gerne wasserdicht. Thematisch gerne gegen Verdrängung, Mieterhöhung und Eigentumswohnungen. Wir wollen die Sachen aufhängen.
Liebe Leute, jede Scheiße zieht neue Scheiße nach sich… Warum wir so krass hier schreiben? Weil es unerträglich ist, was in dieser Stadt passiert, was hier in diesem Kiez passiert!
Nehmen wir zum Beispiel die aktuelle Entwicklung in der Kiefholzstrasse 22.
Dort wurde gerade ein Lagerraum abgerissen. Der war keine Schönheit. Aber der Lagerraum garantierte uns im Kiez; dort wird kein Dreck hingebaut, den wir nicht haben wollen.
Aber nun baut dort be.grow. Das ganze Werbetext spricht in seiner Widerwärtigkeit schon von selbst:
„So wohnt man heute: in der Schnittstelle der Trendbezirke Kreuzberg, Friedrichshain und Neukölln in der Kiefholzstraße 22 in Alt-Treptow entstehen (…) 64 innovative Concept-Flats. Modern, minimalistisch, stylish, funktional – und mitten im Leben.
be.grow, das sind durchdachte Single-Wohnungen für anspruchsvolle Großstädter. Für Kreative und Visionäre, die am Puls der Zeit und mitten in einer der spannendsten Städte überhaupt leben möchten. Die 1- bis 2-Zimmer-Apartments (Größe ca. 20–63 m²) überzeugen mit smarter Raumaufteilung und flexiblen Elementen, einem reduzierten Design und einer Top-Ausstattung: Passgenaue Einbaumöbel, großzügige Balkone, bodentiefe Fenster, Eichenparkett, Fußbodenheizung, hochwertige Designer-Küchen und Marken-Bäder. Einige Wohnungen verfügen zudem über private Dachterrassen oder kleine Gärten.“
Dieser abgefuckte und asoziale Lebenstil auf unsere Kosten läßt man sich entsprechend versilbern. Für 33m² im Erdgeschoß läßt man die Idioten, die da einziehen sollen, 194.000 Euro hinblättern. Und wer so richtig die Drecksau raushängen lassen will, der darf für sein Penthouse fast eine halbe Million Euro – für 63 m² zahlen. Das ist die Freiheit, die sie meinen.
Warum schreiben wir „auf unsere Kosten“? Weil dieses Pack den Kiez zuscheißen wird. Weil diese Scheißfressen überall rumsitzen werden und sich breit machen, mit ihren Laptops. Mit ihren geilen Geschätsideen in ihre Handy reinsprechen. Und weil sie keine Ahnung haben von dem was sie da anrichten. Und weil es sie auch nicht interessiert. Und weil die Armen weiter verdrängen werden. Und in der neuen im Bau befindlichen LPG (Biomarktkette) mit der Karte mal eben für 100 Euro einkaufen, während die Armen für ihren Quark, ihr Bier, ihren Käse die letzten Cents zusammen kratzen werden. Das ist ja jetzt schon so.
Weil der Siegeszug des Kapitalismus so schonungslos brutal ist und so „locker“ und „easy“ daher kommt.
Die sogenannten „Visionäre und Kreative“ sind Verbrecher. Weil sie uns verdrängen. Und die jenigen, die den Scheiß dahin bauen – anstatt bezahlbare Wohnungen – sie handeln ebenfalls verbrecherisch. Und jene, die diese Verbrechen bewilligen – die haben Namen – und heißen Baustadtrat Hölmer von der SPD – auch sie targen die volle Verantwortung für die Verbrechen . Hier geht es nicht um Verbrechen im juristischen Sinne. Denn selbstredend ist ja alles was sie tun ist legal. Sie sind Verbrecher im gesellschaftlichen Sinne. Im sozialen Sinne. Weil asozial. Weil in der Wirkung Ihres Tuns: unmenschlich. Es sind Egoschweine, ohne Moral und Skrupel. Die Moral trägt nur gegenüber ihresgleiches. Sie nennen sich Demokraten, geben sich aufgeklärt, spenden an irgendwelche gemeinützigen Vereine und halten sich für gute Menschen.
Wer andere Menschen wissentlich verdrängt ist einfach ein Drecksack.
Wir wünschen der SPD das Ende bei der nächsten Wahl. Aber das weiß Hölmer schon längst, deshalb winkt er nochmal jeden Dreck durch. Und den Immobilienheinis ist zu wünschen, das sie eines Tages nicht anderes wie ihr Geld besitzen und vor Hunger es fressen müssen. Und den „Kreativen und Visonären“ ist die Brücke zu wünschen – unter der sie sich dann als wahre Lebenskünstler beweisen können, wie zehntausender verarmter Menschen dieser Stadt.
Dieser unglaublich moralisch verkommen Zustand ist nicht vom Himmel gefallen. Er war seit vielen Jahren zu beaobachten. Und wir wundern uns warum hier niemand ausrastet, warum alle wie die Schafe mitmachen. Und wie die Mittelschicht es hinbekommt ihre armseligen Baumscheiben zu pflegen, anstatt vor Scham in den Boden zu versinken.
Die Baugruppen waren die Pioniere der Verdrängung, dem folgten dann Eigentumsneubauten wie in der Elsenstraße für 3000 – 4000 Euro der Quadratmeter. Und die sogenannte factory. Vor einiger Zeit haben sie schon mal die Fassade beworfen bekommen, seitdem gammelt da immer die ein Wachmensch herum. Für dieses Dreckspack werden nun diese Singlewohnungen gebaut. Und nie vergessen – die SPD hat diese Scheiße zu verantworten gehabt. Und die LINKE. Und die Führung der Kiezinitiative – die der verlängerte Arm dieser SPD – Politik ist.
Es ist erschütternd. Man kann es nicht anders sagen.
Eine Sozialarbeiterin und eine Obdachloser aus der unmittelbaren Nachbarschaft in der Kiefholzstr.
Fast ein Kunstwerk, wäre es nicht so schrecklich was mit diesem Kiez passiert Im Hintergrund das Haus der „Geheimen Baugruppe“ mit Zugang an der Karl Kunger Straße. Sie wollten nicht, das ihr Kauf bekannt wird. Man wolle „keinen Sozialneid“ im Kiez erzeugen. Übersetzt hieß das nichts anderes als: Die Armen machen uns Angst – wir wollen unseren Luxus ungesehen genießen. Und so verboten sie einem Kamerateam das filmen…