Archive for the ‘Eigentumswohnungen’ Category

Hallo, der Mieter*innenverein macht eine Veranstaltung; wir wollen die Euch nicht vorenthalten, haben allerdings alle links zu Facebook und anderen Konzernen rausgelassen. Die müsst Ihr dann bei Ihnen auf der Webseite holen. Herzliche Grüsse Karla Pappel:

„Liebe Alle,

wir laden Euch herzlich zu unserem 7. #ForumWohnungspolitik ein. Am Mittwoch, den 16.09.2020 in der Zeit von 18:30 bis 21 Uhr – Einlass ist ab 18 Uhr, dieses Mal Online & in Präsenz!

Thema: „Umwandlung und Eigenbedarfskündigungen. Wie wirkt sich die Eigentumsbildung auf die Stadtentwicklung aus?“

Wir führen unsere Veranstaltungsreihe endlich und trotz Corona fort und haben wichtige Hygienemaßnahmen für die Präsenzteilnahme getroffen.

Das Event findet im Umspannwerk Ost, in der Palisadenstraße 48 in 10243 Berlin im 5. OG statt. Die Palisade ermöglicht, unter Einhaltung des Mindestabstandes von 1,5 Metern, eine Kapazität von ca. 40 Personen.

Die Besonderheit ist dieses Mal ein Facebook- und Twitter-Livestream mit Zuschaltungsoption für Ihren Diskussionsbeitrag. Alle angemeldeten Personen erhalten den Browserlink einige Tage vor der Veranstaltung. Falls Sie verhindert sein sollten, persönlich nicht in Berlin sein können und trotzdem gerne teilnehmen möchten, können Sie sich am Veranstaltungstag live einschalten.

Bitte meldet euch für die persönliche- oder online-Teilnahme per Mail an a.erkan@berliner-mieterverein.de .

Wir sehen einer guten Diskussion entgegen, die es uns ermöglicht auf die bevorstehende Verabschiedung der Gesetzesänderung im Baugesetzbuch mit unseren Forderungen und Lösungsansätzen einzuwirken. Bitte seid dabei : Mehr? klick hier

P.S. Bitte leitet diese Einladung gern weiter an interessierte Menschen.

http://www.berliner-mieterverein.de/

https://www.berliner-mieterverein.de/mieterinitiativen.htm

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Bundesweiter Aktionstag & Demonstration & Kundgebungen
in Berlin

Demonstration Samstag // 20.6.2020 // 14 Uhr // Potsdamer Platz

Überall auf der Welt herrscht die Wohnungskrise. Der Immobilienmarkt
versagt schon lange dabei, ausreichend bezahlbare Wohnungen,
Gewerberäume, soziale und kulturelle Räume bereitzustellen. [Sorry Leute, 
der Immobilenmarkt versagt nicht, er ist einfach nicht für arme Menschen konzipiert, 
nennt sich ganz einfach und brutal: Kapitalismus.]
Die COVID-19-Pandemie verschärft diese Krise dramatisch. Doch selbst jetzt
müssen noch Menschen auf der Straße oder in Sammelunterkünften leben.

Spätestens seit der letzten Finanzkrise hat die Immobilienbranche
Gewinne über Gewinne aufgehäuft. Die Rechnung haben wir Mieter*innen
bezahlt. Auch jetzt sollen die Mieten weiter fließen, selbst wenn wir
weniger verdienen. Mit Transferleistungen garantiert die Bundesregierung
- auf Kosten der Allgemeinheit - die Mietsteigerungen der letzten Jahre.
Bis Ende Juni gibt es auch einen coronabedingten Kündigungsaufschub.
Aber wie sollen wir später Mietschulden zurückzahlen, wenn wir uns die
Miete schon jetzt kaum leisten können? Ohne Verlängerung drohen ab
Herbst erneut Zwangsräumungen und eine Verdrängungswelle.

Shut down Mietenwahnsinn – sicheres Zuhause für alle!

Dabei geht es nicht nur um unser Wohnen, sondern auch um unsere Läden,
Kneipen, Kulturorte und sozialen Zentren, die schon jetzt um ihre
Existenz fürchten. 

Wir fordern:

Mietschuldenerlass bei Wohnraum und Kleingewerbe statt Subventionen für
hohe Mieten und Finanzinvestor*innen!

Mieten senken – Gewinne umverteilen
Höchstmieten festsetzen! Krisengewinne abschöpfen und Wohnungskonzerne
vergesellschaften!

Wohnungen für alle!

Wohnungslose und Geflüchtete in Wohnungen unterbringen! Zwangsräumungen,
Versorgungssperren und Kündigungen verhindern!

Keine Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen!

Dafür wollen wir am 20. Juni 2020 bundesweit auf die Straße gehen. Wir
rufen alle Organisationen und Initiativen dazu auf, sich mit
Kundgebungen und kreativen Aktionen zu beteiligen. Machen wir Druck für
eine soziale Krisenlösung und gegen die fortgesetzte Umverteilung von
unten nach oben!

Bündnis gegen Verdrängung und #Mietenwahnsinn
mietenwahnsinn.info

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Demonstrationsroute: Potsdamer Platz >> Potsdamer Straße >> Pallasstraße
Bitte tragt auf der Demonstration Masken und Vermummung und achtet auf Abstand!



Kundgebungen mit anschliessender Anreise zur Demonstration

Wedding
Leopoldplatz // 12 Uhr
unverwertbar.org

Neukölln
Hermannplatz // 12 Uhr
jetzerstrecht.org



Gemeinsamer Abendabschluss

Der Kiez singt zurück – Protest-Oper
Reichenbergerstraße // Kreuzberg // 20 Uhr
oder reboot fm 88,4
lauratibor.de

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Betrifft zum Beispiel Kiehlufer, Harzer Str, Heidelberger Str., Wildenbruchplatz und viele mehr.

Neue Zahlen zum Bezirk Neukölln zeigen, dass Akelius eine massive Umwandlung von Mietshäusern in Eigentumswohnungen vorbereitet.

Rund ein Drittel der Häuser, die Akelius in Neukölln besitzt, haben schon die dafür notwendige Abgeschlossenheitsbescheinigung, siehe Karte (rot = mit Abgeschlossenheitsbescheinigung):
https://umap.openstreetmap.de/de/map/akelius-in-berlin_2072#14/52.4741/13.4561
Antwort des Bezirks auf die Kleine Anfrage siehe 2020-05-22 KA_381_XX Antwort_NK.

Außerdem gibt es einen Wechsel an der Konzernspitze von Akelius. Unser Statement dazu: https://stoppakelius.de/2020/05/24/personalwechsel-bei-akelius/

Ein kleines Comic erklärt, wo das Geld aus unserer Miete hinfließt:
deutsch: https://twitter.com/StoppAkeliusB/status/1260690294569422848
englisch: https://twitter.com/StoppAkeliusB/status/1264262404944416768

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Im Hinterhof  der Karl Kunger 5 wüteten erst die Baumfäller, gefolgt vom Baager, dann der Kran und so wird es ne Weile weitergehen. Das übliche Lärmgeschehen bei einem Neubau.Coronahaus1Coronahaus2

Während der Spielplatz geschlossen ist dürfen die derzeit polnischen Arbeiter schön weiter arbeiten. Damit die deutschen Neureichen ihre Eigentumswohnungen für 10.000 Euro den Quadratmeter bald beziehen können.

Während wir nicht aus der Bude sollen, arbeitet der Kapitalismus weiter an der Rendite, wo er kann. Und wenn die Malocher krank werden wird fine+ schnell neue finden, bzw dessen beauftragte Firma. Mindestabstände gibt es sowieso keine (so wie es beim Baumfällen keinen Arbeistschutz gab, ebenso beim Baumnachschnitt um dem Kran Bewegungsfreiheit zu verschaffen. Da wurde sogar in der Nähe eines Nestes gearbeitet, was verboten ist und nicht mehr gesetzlich gedeckt war).

Weil das alles so schäbig und dreckig ist, taufen wir das Hinterhaus der Karl Kunger Str 5 auf den Namen: „Coronahaus“. Herzlichen Glückwunsch den zukünftigen neuen Bewohner*innen!

Und bevor die netten Nachbarn kommen und stolz ihr Eigenheim im Coronahaus in Beschlag nehmen haben es die Anwohner*innen schön laut und lärmig. Wenn alle Leute in den Häusern prüfen, ob sie berechtigt sind, die Miete zu mindern, dann sollten sie das tun. Dem Hausbesitzer, dessen Miete Ihr mindert, steht es gesetzlich zu diese Mindereinahmen vom Bauherrn zurück zu holen, in dem Fall fine+.
Prüft also die Möglichkeit und wieviel Prozent Ihr sicher die Miete mindern könnt um fine+ den Spaß nicht ganz so einfach zu gestalten mit unserem Lebensraum Geld zu scheffeln.

Weitersagen!

Herzliche Grüsse
Karla Pappel

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DIE UN-KINDERRECHTSKONVENTION, das REGELWERK ZUM SCHUTZ DER KINDER WELTWEIT  besagt in Artikel 31: Beteiligung an Freizeit, kulturellem und künstlerischem Leben, staatliche Förderung

(1) Die Vertragsstaaten erkennen das Recht des Kindes auf Ruhe und Freizeit an, auf Spiel und altersgemäße aktive Erholung sowie auf freie Teilnahme am kulturellen und künstlerischen Leben. 

(2) Die Vertragsstaaten achten und fördern das Recht des Kindes auf volle Beteiligung am kulturellen und künstlerischen Leben und fördern die Bereitstellung geeigneter und gleicher Möglichkeiten für die kulturelle und künstlerische Betätigung sowie für aktive Erholung und Freizeitbeschäftigung.

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Hier sieht man eine lebhafte Kinderschar, die lebendig, froh und ausgelassen einer munteren Freizeitbeschäftigung, dem Fußballspielen, nachkommt. Der geeignete Platz und Raum dafür ist offensichtlich gegeben.

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Hier sieht man eine Gruppe von geschäftstüchtigen, gewinnorientierten Profiteuren, denen sowohl das Wohl der Kinder als auch die gesunde Umgebung für die übrigen Bewohner der umliegenden Wohnhäuser völlig egal ist.

 

Das Ergebnis dieses frevelhaften Tuns ist im folgenden dargestellt:

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Rigoroses Abholzen der Bäume und Sträucher

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Weitgehender Kahlschlag auf dem vorher der Erholung dienendem Gelände

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Natürlich alles unter Bewachung von Polizei und privatem Wachschutz: Es muss ja mit „gewalttätigem Widerstand“ von alten Menschen und Kindern gerechnet werden, ha, ha, ha …

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aber vielleicht deshalb

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Und so erbärmlich zugerichtet sieht der einstmals zur Erholung dienende Platz nun aus:

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Hier noch einmal ganz deutlich:

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Bäume und Sträucher weg, kahles Gelände, kein Platz für Erholung und Freizeitbeschäftigung für Kinder und Anwohner

 

 

Und so soll es wohl möglich weitergehen:

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Noch mehr Dreck, Staub, Lärm und weitere sonstige Behinderungen und Belästigungen für die Anwohner werden schon geplant

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Übrigens, im Baugesetzbuch (BauGB) §1 Abs. 5 Satz 2 und 3 sind u. a.

eine der Allgemeinheit entsprechende sozialgerechte Bodennutzung, eine menschenwürdige Umwelt, die Sicherung der Wohnbedürfnisse, der sozialen und kulturellen Bedürfnisse der Bevölkerung, insbesondere der Familien, der jungen und alten Menschen festgeschrieben. Dazu gehören auch die Belange der alten und jungen Anwohner, aber auf keinen Fall die der potentiellen zukünftigen Wohnungseigentümer, die mal locker 7000.-€ für den Quadratmeter hinblättern können und auch nicht die der zukünftigen Mieter, die durch ihre Mieten den Profit der Wohnungseigentümer sichern helfen. Wer sich so eine Wohnung leisten kann, der hat keine Wohnungsnot, für den dürfen keine Bäume fallen und keine Spiel- und Erholungsflächen geräumt werden.

 

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Frontal 21 will diesen Dienstag einen Bericht über Berlin Aspire und deren Geschäftsmodell (sind jetzt Grand Urban Immobilien Group) ausstrahlen. Hier aktuelle Infos! Weitersagen, damit auch ältere Leute den Film sehen können – und sich möglicherweise animiert fühlen Schadensersatzklagen anzustrengen.

Zur Information: Berlin Aspire am Rande der Legalität

Wir hatten ja schon mehrfach über deren verbrecherische Verdrängunspraxis berichtet, bzw. der Abzocke, die Aspire hier veranstalten. Diese widerlichen Immobilienfuzzies können sich bei den Verantwortlichen, die diese Praxis unterbinden könnten, sicher fühlen. „Bürger“meister Oliver Igel und Baustadtrat Hölmer sind zu nennende Personen.

Hölmer, weil er bewußt den Milieuschutz so lange verschleppt hat, das die Besitzer die Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen haben noch rechtzeitig durchziehen können. Das war damals Taktik der SPD-Treptow.

Und Igel, weil er nichts tut und oder versucht, solche Zustände zu unterbinden, obwohl es in seine Zuständigkeit fällt. Auch er eine Wachsfigur der SPD. Sprich Platzhalter für wirtschaftliche Interessen.

Wir dürfen gespannt sein in welche Immobilienunternehmen diese sauberen Herren wescheln werden, wenn sie abgewählt werden (Wer braucht noch eine SPD?)

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Zwangsräumung darf keine Normalität sein!
Kundgebung
Mittwoch, 13.11.2019, 15-17 Uhr
Kurfürstenstraße 116, 10787 Berlin-Schöneberg
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Am Mittwoch, den 13. November findet im Hotel "Sylter Hof" von 10 bis 16
Uhr ein Seminar mit dem Titel

"Die Beendigung von Mietverhältnissen – Kündigung und Räumungsfragen"

von Markus Gelderblom, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Miet- und
Wohneigentumsrecht und Geschäftsführer der Haus & Grund Bonn/Rhein-Sieg
Service GmbH statt.

Die Ankündigung verspricht Informationen in verständlicher Sprache über
alle Fragen der Kündigung und der Räumungsvollstreckung. Wir können uns
nicht damit abfinden, dass die Zwangsräumung einer Wohnung als
Normalität erscheint. Niemand wartet auf seine Zwangsräumung. Die
Mieter*innen finden einfach keine Wohnung!

Und warum kommt es überhaupt zu einer Zwangsräumung? Die Geschichte,
dass die Mieter*in besseres zu tun hat, als ihre Miete zu zahlen, ist
angesichts der überwältigenden Not am Wohnungsmarkt eine Mär mit langem
Bart. In der Regel kann der Eigentümer mehr aus seiner Wohnung an Profit
schlagen, als die laufende Miete hergibt. Die Spekulation mit Wohnraum 
hat den Wert der Wohnung in die Höhe getrieben. Es gibt immer jemanden
und meistens pro Wohnung zwischen 60 und 100 Leute, die bereit sind das
Doppelte bis Dreifache für deine Wohnung zu zahlen.
Daraus ergibt sich ein ökonomischer Druck auf dem Wohnungsmarkt, denn
die Werteinschätzung des Hauses rechnet auf der Grundlage der
Markterwartungsmiete und nicht der Bestandsmiete. Der ökonomische Druck
auf die Kündigung erscheint dann als Sachzwang, denn Kredite müssen
bezahlt werden, die Erwartungsmieter*innen auch wirklich einziehen.

Hier kann man sehr schön erkennen, dass das Eigentum an Häusern und
Wohnungen mehr als der Besitz daran ist, sondern ein soziales Verhältnis
indem es Gewinner und Verlierer gibt und die Mieter*innen auf dem
Wohnungsmarkt in Konkurrenz zueinander treten müssen.

Und hier offenbart sich die ganz Lüge des Kapitalismus, denn bist du
alt, alleinerziehend oder weiblich oder geflüchtet, dann wirst du in
dieser Konkurrenz keine Chance haben. Wir verurteilen dieses System, das
aus jedem Bedürfnis eine Ware macht und die Rechtssprechung als Säule
der Demokratie feiert. Aber die Freiheit der Mieter*innen liegt in ihrer
Solidarität.

Kommt zur Kundgebung ab 15 Uhr und lasst uns gemeinsam den
Teilnehmer*innen des Seminars mitteilen und zurufen, was die Folgen
ihres Handelns sind und was wir davon halten! Kündigung und
Zwangsräumung – davon haben wir genug!

Soziale Verhältnisse gehören geändert und Konkurrenz überwunden! Wir
sind Viele, wir sind mehr – bleibt uns weg mit eurer Mär von Freiheit
und Selbstverwirklichung.

Bündnis Zwangsräumung Verhindern

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Musik-Kundgebung gegen Verdrängung
26.10. 15-18 Uhr in der Reichenberger Straße 73

Kündigungen wegen Eigenbedarf nehmen drastisch
zu. So auch in der Reichenberger Straße 73. Hier wurden
bereits 6 Wohnungen wegen Eigenbedarf durch den CDU-
Politiker und Immobilienbesitzer Ernst Brenning und seinen Clan gekündigt.
Das geht so nicht mehr!
Kämpfen wir gemeinsam dafür, dass wir in unseren
Wohnungen bleiben können, solange wir wollen!


Programm:

Redebeiträge und Live-Musik mit
Judiths Krise
Geigerzähler
Christiane Rösinger &
Musicalchor aus „Stadt unter Einfluss ̋

und weitere


… und danach: Soli-Party der Akelius-Mieter*innen-Vernetzung.
Regenbogenfabrik, Lausitzer Str. 22. Infos 20 Uhr, Party 21 Uhr

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Stellt Euch vor, Ihr sollt verdrängt werden – und aus allen Ecken des Kiezes kommen Menschen um Dich zu unterstützen.

Wir machen einen Kiezspaziergang im Kunger-Kiez. Veranstaltet wird der Kiezspaziergang von Anwohner*innen aus den Mietshäusern Karl-Kunger Str. 1-6, der Issingstr. und der Stadtteilinitiative Karla Pappel.

Wir treffen uns an der Infotafel an der Ecke Bouchestr / Karl-Kunger Str. um 14.00 Uhr. Schirm mitbringen – falls regnerisch.

Wir laufen ein paar exemplarische Stationen im Kiez ab. Welches Haus befindet sich gerade im Kampf? Welche miesen Investoren treiben die Armen aus dem Kiez? Wie wird der Kiez gerade umgekrempelt und ausgewechselt? Wo will schon wieder wer Eigentumswohnungen bauen? Wo stehen Wohnungen leer?

Und vor allem: Was werden wir dagegen unternehmen?

Gegen Ende machen wir ein Kaffeekränzchen. Bringt gern was kleines für ein Buffet mit.

Bringt Eure Plakate und Transparente mit, gerne wasserdicht. Thematisch gerne gegen Verdrängung, Mieterhöhung und Eigentumswohnungen. Wir wollen die Sachen aufhängen.

Sonntag den 27.10 um 14.00 – 16.00 Uhr

NIEMAND WIRD ALLEIN GELASSEN

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EINE PROVOKATION:

Liebe Leute, jede Scheiße zieht neue Scheiße nach sich… Warum wir so krass hier schreiben? Weil es unerträglich ist, was in dieser Stadt passiert, was hier in diesem Kiez passiert!

Nehmen wir zum Beispiel die aktuelle Entwicklung in der Kiefholzstrasse 22.

Dort wurde gerade ein Lagerraum abgerissen. Der war keine Schönheit. Aber der Lagerraum garantierte uns im Kiez; dort wird kein Dreck hingebaut, den wir nicht haben wollen.

Aber nun baut dort be.grow. Das ganze Werbetext spricht in seiner Widerwärtigkeit schon von selbst:

„So wohnt man heute: in der Schnittstelle der Trendbezirke Kreuzberg, Friedrichshain und Neukölln in der Kiefholzstraße 22 in Alt-Treptow entstehen (…) 64 innovative Concept-Flats. Modern, minimalistisch, stylish, funktional – und mitten im Leben.

be.grow, das sind durchdachte Single-Wohnungen für anspruchsvolle Großstädter. Für Kreative und Visionäre, die am Puls der Zeit und mitten in einer der spannendsten Städte überhaupt leben möchten. Die 1- bis 2-Zimmer-Apartments (Größe ca. 20–63 m²) überzeugen mit smarter Raumaufteilung und flexiblen Elementen, einem reduzierten Design und einer Top-Ausstattung: Passgenaue Einbaumöbel, großzügige Balkone, bodentiefe Fenster, Eichenparkett, Fußbodenheizung, hochwertige Designer-Küchen und Marken-Bäder. Einige Wohnungen verfügen zudem über private Dachterrassen oder kleine Gärten.“

Dieser abgefuckte und asoziale Lebenstil auf unsere Kosten läßt man sich entsprechend versilbern. Für 33m² im Erdgeschoß läßt man die Idioten, die da einziehen sollen, 194.000 Euro hinblättern. Und wer so richtig die Drecksau raushängen lassen will, der darf für sein Penthouse fast eine halbe Million Euro – für 63 m² zahlen. Das ist die Freiheit, die sie meinen.

Warum schreiben wir „auf unsere Kosten“? Weil dieses Pack den Kiez zuscheißen wird. Weil diese Scheißfressen überall rumsitzen werden und sich breit machen, mit ihren Laptops. Mit ihren geilen Geschätsideen in ihre Handy reinsprechen. Und weil sie keine Ahnung haben von dem was sie da anrichten. Und weil es sie auch nicht interessiert. Und weil die Armen weiter verdrängen werden. Und in der neuen im Bau befindlichen LPG (Biomarktkette) mit der Karte mal eben für 100 Euro einkaufen, während die Armen für ihren Quark, ihr Bier, ihren Käse die letzten Cents zusammen kratzen werden. Das ist ja jetzt schon so.

Weil der Siegeszug des Kapitalismus so schonungslos brutal ist und so „locker“ und „easy“ daher kommt.

Die sogenannten „Visionäre und Kreative“ sind Verbrecher. Weil sie uns verdrängen. Und die jenigen, die den Scheiß dahin bauen – anstatt bezahlbare Wohnungen – sie handeln ebenfalls verbrecherisch. Und jene, die diese Verbrechen bewilligen – die haben Namen – und heißen Baustadtrat Hölmer von der SPD – auch sie targen die volle Verantwortung für die Verbrechen . Hier geht es nicht um Verbrechen im juristischen Sinne. Denn selbstredend ist ja alles was sie tun ist legal. Sie sind Verbrecher im gesellschaftlichen Sinne. Im sozialen Sinne. Weil asozial. Weil in der Wirkung Ihres Tuns: unmenschlich. Es sind Egoschweine, ohne Moral und Skrupel. Die Moral trägt nur gegenüber ihresgleiches. Sie nennen sich Demokraten, geben sich aufgeklärt, spenden an irgendwelche gemeinützigen Vereine und halten sich für gute Menschen.

Wer andere Menschen wissentlich verdrängt ist einfach ein Drecksack.

Wir wünschen der SPD das Ende bei der nächsten Wahl. Aber das weiß Hölmer schon längst, deshalb winkt er nochmal jeden Dreck durch. Und den Immobilienheinis ist zu wünschen, das sie eines Tages nicht anderes wie ihr Geld besitzen und vor Hunger es fressen müssen. Und den „Kreativen und Visonären“ ist die Brücke zu wünschen – unter der sie sich dann als wahre Lebenskünstler beweisen können, wie zehntausender verarmter Menschen dieser Stadt.

Dieser unglaublich moralisch verkommen Zustand ist nicht vom Himmel gefallen. Er war seit vielen Jahren zu beaobachten. Und wir wundern uns warum hier niemand ausrastet, warum alle wie die Schafe mitmachen. Und wie die Mittelschicht es hinbekommt ihre armseligen Baumscheiben zu pflegen, anstatt vor Scham in den Boden zu versinken.

Die Baugruppen waren die Pioniere der Verdrängung, dem folgten dann Eigentumsneubauten wie in der Elsenstraße für 3000 – 4000 Euro der Quadratmeter. Und die sogenannte factory. Vor einiger Zeit haben sie schon mal die Fassade beworfen bekommen, seitdem gammelt da immer die ein Wachmensch herum. Für dieses Dreckspack werden nun diese Singlewohnungen gebaut. Und nie vergessen – die SPD hat diese Scheiße zu verantworten gehabt. Und die LINKE. Und die Führung der Kiezinitiative – die der verlängerte Arm dieser SPD – Politik ist.

Es ist erschütternd. Man kann es nicht anders sagen.

Eine Sozialarbeiterin und eine Obdachloser aus der unmittelbaren Nachbarschaft in der Kiefholzstr.

Fast ein Kunstwerk, wäre es nicht so schrecklich was mit diesem Kiez passiert
Im Hintergrund das Haus der „Geheimen Baugruppe“ mit Zugang an der Karl Kunger Straße. Sie wollten nicht, das ihr Kauf bekannt wird. Man wolle „keinen Sozialneid“ im Kiez erzeugen. Übersetzt hieß das nichts anderes als: Die Armen machen uns Angst – wir wollen unseren Luxus ungesehen genießen. Und so verboten sie einem Kamerateam das filmen…

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