Archive for the ‘Eigentumswohnungen’ Category

Im Moment scheinen die Eigenbedarfskündigungen in Berlin mehr zu werden. So weichen die Vermieter aus, um aus den Wohnungen mehr Geld pressen zu können. Vor allem dann, wenn die Vermieter an Grenzen kommen um die Mieter*innen anders ausnehmen zu können.

Tut Euch mit anderen Betroffenen zusammen. Und informiert uns so oder so, damit wir im Kiez den Überblick behalten. Und unterstützt Euch gegebenenfalls untereinander. Und nehmt Kontakt mit örtlichen unabhängigen und radikalen Stadtteilinis auf, damit die Euch unterstützen.

Auf keinen Fall irgendwas zustimmen. Erst einmal solltest Du Dich qualifiziert informieren, hole besser mehrere Meinungen ein. Verschaffe Dir einen Überblick ob Andere im Haus auch betroffen sind. Auch wenn sie Dir nicht alle sympatisch sind, weißt Du nie ob Ihr nachher nicht doch gemeinsam dem Vermieter in die Suppe spucken könntet. Und dann tue Dich mit anderen Betroffenen verabreden, hole Tips ein, unterstützt Euch gegenseitig.

Bei Begehungen durch potentielle Käufer*innen, gibt es gute Erfahrungen, denen die Kauflust mit lustigen Beiträgen richtig zu verderben.

Wir stellen bei Bedarf auch den Kontakt zu einer Gruppe her, die “ das Thema Eigenbedarfskündigung weiter in die Öffentlichkeit bringen und unterstützen“ wollen.

Liebe Grüsse
Karla Pappel


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Wir haben einen Beitrag bei uns auf der Webseite gefunden. Schon etwas älter. Von 2012. Aber trotzdem gut sich das ein oder andere nochmal in Erinnerung zu rufen. Das war ein Redebeitrag, gehalten ungefähr sinngemäß auf einem der alternativen und unkommerziellen kritischen CSDś. Der Beitrag wurde scheinbar in Alt-Treptow gehalten, weil die Demo mal hier startete. Wir haben den alten Beitrag leicht überarbeitet:

„Willkommen im Prenz’lberg/Ortsteil Alt-Treptow!

Ich eröffne mit einer Frage: Erbt Ihr demnächst auch? Habt Ihr reiche Mamas und Papas? Hast Du einen fetten Job mit viel Knete? Verschweigt Ihr Euren Freund*innen Euer Einkommen?  Dann bist Du hier richtig, aber falsch auf der Demo, (mehr …)

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Sprechende Wände am Maybach-Ufer

foto-maybachufer„Niemand hat die Absicht Eigentumswohnungen zu bauen – Gegen die Stadt der Reichen“

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Auf, auf Genossen, schnell noch mal vor dem Wahlkampf den nächsten Wahlbetrug vorbereiten.

Heute findet eine Kundgebung der Partei „Die Linken (uns)“ statt. Um 16.00 Uhr eine kämpferische Kundgebung. Mit Gysi und einer Direktkanidatin.

Warum wir uns nun auch über diese Vögel lustig machen? Weil sie um 18.30 eine Veranstaltung im Sommerbiergarten ELSE machen unter dem Titel „Am Ende werden wir alle verdrängt?!“

Diese sagenhaft Erkenntnis hat nun auch die Linkspartei erfasst. Dabei gehören sie zu den Mitverursachern dieser Verdrängungspolitik. Strukturell, politisch und personell. Und alles ist belegbar. Die Armen kümmert sie nicht wirklich, sie wollen mitreden. Und am liebsten ein Regierungsbündnis mit den Grünen und der SPD – und da weiß man was man hat (Grüne/SPD haben Hartz IV eingeführt und Rot/Rot hat hier 8 Jahre regiert). Und als Opposition haben sie sich bisher in Mietfragen hier nie hervorgetan. Sie sind also verzichtbar. Der SPD setzen sie nichts entgegen und greifen diese für ihren neoliberalen Kurs nicht an. Kein Wunder. Man hat ja auch gut zusammen gearbeitet in den Regierungsjahren.

Ihnen ist zum Beispiel ganz konkret zu verdanken, das im Kiez (!) städtische Liegenschaften verscherbelt wurden und heute zu den größten Akteuren gegen Mieter*innen unterwegs ist: Deutsche Wohnen, ehemals GSW (Aktueller Artikel von Karla Pappel zum Kiez und deutsche Wohnen).

Dieser Ausverkauf der Stadt wurde unter Regierungsbeteiligung der PDS/Linkspartei in Gang gesetzt. Sie waren aktiv im Ankurbeln der Privatisierung und nicht passiv.

Und auch strukturell hat die Baugruppe am Hochdamm mit ihren Eigentumswohnungen Anteil an der Verdrängung im Kiez. Etwas was die bourgeoisen Lumpen nie einsehen wollen, weil sie sich als Mittelstands-Ökos für gute Menschen halten, die niemand verdrängen (wollen – es aber tun). Und so passt es auch ganz gut das sich auch Katja Kipping  dort eine Eigentumswohnung gekauft hat. Ganz im neoliberalen Trend – wer kann kauft Eigentum. Der Rest kann gehen oder die Arschgeigen von der AfD wählen.

Es lohnt der Besuch nicht auf diese Veranstaltung der Linken zu gehen. Wozu? Wir würden linke Leerstellen hören, von Gysi gut durch argumentiert und nix würde sich ändern. Ob wir denen nun die Stimme geben oder nicht. Das müssen wir schon selber machen…

nächstes öffentliche Karla Pappeltreffen, 20 Juli um 19.00 Uhr

Loesje, Karl Kunger str 55,

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Folgende Post haben wir letztens auf der Straße zugesteckt bekommen:

„Liebes Team von Herta Pappel,

da wir des Öfteren wem von Euch über dem Weg laufen und vor einiger Zeit mit Einigen von Euch über dieses Thema gesprochen hatten, schicken wir Ihnen einen Bericht, wie mit den Mietern seitens eines „Immobilienhais“ umgegangen wird.

Freiherr von Massenbach ersteigerte unser Haus vor 3 Jahren bei einer Zwangsversteigerung für sehr wenig Geld.
http://www.gerhard-von-massenbach.de/
Er und sein damaliger Verwalter Herr Wascher suchten jeden Mieter einzeln auf, um über Probleme etc. zu sprechen. Dabei spielten die beiden noch die verständnisvollen Vermieter, die für jedes Problem ein offenes Ohr hatten, dabei stand von Anfang an nur eins fest: Die Wohnungen modernisieren, Balkone anbauen, Eigentum daraus machen und höchstbietend verkaufen.
Erst freuten wir uns noch, dass der Hausflur mal gestrichen wurde und die ausgetretenen Treppen – die wahre Stolperfallen waren -mit einer Kokosmatte überdeckt wurden (natürlich alles nur von polnischen Arbeitern die kein deutsch sprachen, war sicher billig, denn Herr von Massenbach nagt wahrscheinlich am  Hungertuch).
Jedenfalls folgten dann bereits die ersten Mieterhöhungen, wogegen sich einige Leute aus dem Haus auch erfolgreich wehrten.

(mehr …)

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Aus einer Ankündigung für den Dokumentarfilm über den Kiez in Alt-Treptow:

„Für alle, die den Film „Verdrängung hat viele Gesichter“ schon kennen; er wird auf der Baugruppenmesse laufen. Ursprünglich wollte die Stadtteilinitiative Karla Pappel den Film dort zeigen. Aber der Beirat hat ohne inhaltliche Begründung abgelehnt. Natürlich war das nicht anders zu erwarten, handelt es sich doch bei der Messe um eine Ansammlung von Architekt*innen, die ihr zahlungskräftiges Publikum anlocken – für den Bau von Eigentumswohnungen. Das Thema Gentrifizierung ist dort fehl am Platz und stört nur die Verkaufsveranstaltung…
Um so schöner,das dass Mietshaussyndikat auch den Film dort zeigen wollte. Nun wird er in Ausschnitten dort laufen.

Aus der Einladung:
„Mittlerweile ist der Begriff „Gentrifizierung“ in der Berlin geläufig. Doch wie kommt es, das Baugruppen immer wieder in diesen Kontext eingeordnet werden? Sind Baugruppen etwa auch Akteure im Verdrängungsprozess und im Verteilungskampf innerhalb der Stadt? Oder auch Profiteure?
Wie sieht es konkret aus wenn Baugruppen im Konflikt mit alteingesessenen und ärmeren Bevölkerungsschichten stehen? Gibt es Alternativen? Wie verlaufen die Konflikte?“

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Untenstehenden Aufruf  Neuköllner Nachbar_innen veröffentlichen wir hier, weil wir toll fänden wenn Ihr die Menschen unterstützt. Wir haben leichte Veränderungen am Aufruf vorgenommen:
Investoren begrüssen am 20. August in Rixdorf

ahoj-Eigentumswohnungen sorgen für Mieterhöhungen und Verdrängung in unserem Kiez!

In der Böhmischen Straße 53 entstehen derzeit 68 Eigentumswohnungen für Wohlhabende, die sich Wohnungen für 414.000 Euro leisten können. Da sich so etwas „Aufwertung“ nennt und hier deswegen weiter exklusive Geschäfte und Bars aufmachen werden, werden auch unsere Mieten weiter steigen. In den letzten 4 Jahren lagen deswegen die Mieterhöhungen im Kiez bei 44%!
Wir als Bewohner und Bewohnerinnen müssen ausziehen, unsere Nachbarschaft wird zerstört, wohnen sollen hier nur noch diejenigen, die angeblich das Straßenbild verschönern. In dieser Situation laden die Investoren und Projektentwickler der Böhmischen Straße 53 zu einem „Nachbarschaftsfest“ und zum „Kennenlernen“ ein, um uns ihr Luxusbauprojekt namens „Ahoj“ vorzustellen (www.ahoj.berlin) und uns mit Kuchen zu füttern.
Aber wenn wir hier weiter wohnen bleiben und leben wollen, sollten wir uns darauf nicht einlassen. Wir wollen unseren Kiez selbst gestalten – deshalb lasst uns ihnen zeigen, was wir von ihren Plänen halten –
nämlich nichts! Macht Lärm, zeigt Euren Unmut und kommt am

Do, 20.08.15, 17 Uhr vor die Böhmische Straße 53.

SIE SAGEN AHOJ, WIR SAGEN: Blubb,Blubb,Blubb!

weitere Infos zu dem Bauprojekt:
http://rixdorf.org/37/gut-fuer-den-kiez-zum-neubau-der-boehmischen

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