Archive for the ‘Zwangsräumung’ Category

Montag // 25.10. // 8 Uhr //
Mehringdamm 67 // Kreuzberg

Dienstag // 26.10. // 8 Uhr //
Adalbertstr. 22 // Kreuzberg

Die Gerichtsvollzieher haben sich für 9.00 Uhr bzw. 8.45 Uhr
angekündigt. Kommt rechtzeitig! Kundgebungen ab jeweils 8.00 Uhr.

Ende Oktober sollen innerhalb von nur zwei Tagen zwei Mieter gewaltsam aus ihren Wohnungen geräumt werden. Das zeigt, wie angespannt die Lage auf dem Berliner Wohnungsmarkt ist. Beide landen nach ihrer Zwangsräumung in der Obdachlosigkeit.

Die Berliner*innen haben das Problem erkannt und sind mit großer Mehrheit für die Enteignung der Konzerne. Die Politik plant den Willen der Bevölkerung aber einfach zu ignorieren und will die Mieter*innen weiter schutzlos den Plänen der Eigentümer ausliefern.

Daniels Vermieter ist Samuel Czarny. Er ist Gesellschafter von verschiedenen Immobilienfirmen, besitzt das Cafe Moskau und ist schon mehrfach wegen fieser Tricks aufgefallen. Schon einmal gab es Proteste gegen eine Zwangsräumung, die Czarny in Friedrichshain von der Polizei durchführen ließ. Bei Daniel ließ Czarny die Wohnung absichtlich verfallen, so dass sie fast unbewohnbar wurde. Daniel minderte deswegen etwas die Miete und wird deswegen nun zwangsgeräumt. Czarny kann dann sicherlich mit der Wohnung viel mehr Geld machen.

Einen Tag später soll Michel geräumt werden. Er ist Teil einer Genossenschaft, aber die will ihn nun loswerden. Alle Versuche mit der Genossenschaft in den Dialog zu treten, scheiterten. Sie wollen Michel einfach loswerden. Eine Zwangsräumung ist eine extreme Härte für den Mieter. Es ist schockierend, wie eiskalt die Genossenschaft in diesem Fall vorgeht und keinerlei Empathie zeigt.

Die Geschäftemacher freuen sich, wir aber leiden unter diesen Zuständen. Deswegen gehen wir auf die Straße und protestieren gegen die Zwangsräumung. Wir wehren uns gemeinsam!

Für uns ist klar: Wohnen darf keine Ware sein!
Zwangsräumungen abschaffen!

Solidarische Grüße
Bündnis Zwangsräumung Verhindern

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Wir haben eine wichtige Meldung:

„Hallo zusammen,

der Herr Ingenbleek, der sehr gerne das Tempelhofer Feld bebauen moechte
und dafür die Wohnraumfrage fuer die Ärmeren der stadt benutzt,
sind die Ärmeren der stadt, wenn es um die eigene Eigentumswohnung geht,
dann doch nicht mehr so wichtig.

https://www.tagesspiegel.de/berlin/tempelhofer-feld-warum-der-architekt-paul-ingenbleek-das-feld-bebauen-will/24331346.html

Deshalb möchte er jetzt gerne 3 Wohnungen a ca 100qm seiner 5 Wohnungen
im Graefekiez für sich, seine Freundin und seinen Sohn in Beschlag nehmen.
Das geht am besten mit dem Schweizer Taschenmesser, welches die Politik
allen privaten Vermieter:innen zur Verfügung gestellt hat, und von der Justiz
mittels BGH-Urteilen quartalsmässig geschärft wird, der Eigenbedarfskündigung!

Wir werden g meinsam mit dem Bündnis „Zwangsräumungen gemeinsam
verhindern“ zur solidarischen Prozessbegleitung am
Mittwoch, den 29.9.21 um 14 Uhr,
im Amtsgericht Tempelhof-Kreuzberg, Moeckernstr. 130
im Saal A 262 (Altbau) aufrufen.

Achtet auf unsere ankündigungen in den nachsten tagen und helft bitte
diese zu verbreiten.

Solidarische Grüsse
E3K – Eigenbedarf kennt keine Kündigung!
Wir bleiben alle!“

https://twitter.com/E3K19/status/1442109145256062976

Webseite: https://www.wemgehoertkreuzberg.de/index.php/bleibe-n

Enteignet Dipl.-Ing.Paul Ingenbleek Achitekt Bauingenieur!

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Mittwoch // 22.9.2021 // 17 Uhr
Adalbertstr. 22 // Kreuzberg


Aufschub unendlich verlängern! Zwangsräumung von Michel verhindern!
Aufgeschoben ist nicht aufgehoben.

Nach 16 versuchten Wohnungskündigungen und 4 versuchten
Genossenschaftsausschlüssen, hat die Genossenschaft Adalbertstr 22 einen
gerichtlichen Räumungstitel gegen Michel erwirkt. Michel konnte aus
gesundheitlichen Gründen dagegen vorerst einen Räumungsaufschub
erstreiten.

Hintergrund der Kündigungen ist Michels Kritik an der Nutzung von
einzelnen Wohnungen im Haus, die, entgegen der Genossenschaftssatzung,
nicht der Schaffung von günstigem Wohnraum, sondern dem persönlichen
Gewinn einzelner Genossenschaftler*innen dienten und dienen.

Dazu muß man vielleicht wissen:

Die Genossenschaft hatte sich Anfang der 80iger nach der Besetzung nur
für den Kauf dieses Hauses gegründet, sie haben keine weiteren
Immobilien. Sie hatten damals für ein Appel und ein Ei das Haus gekauft, sie waren
Nutznießer*innen Hausbesetzer*innenbewegung und deren Kämpfe!

Dass der Streit um Genossenschaftsangelegenheiten derart eskalieren
konnte, liegt zum einen an der unsolidarischen Haltung und fehlenden
Gesprächsbereitschaft der Genossenschaftler*innen gegenüber Michel,
andererseits an der Machtfülle der Eigentumsgesetze, die genutzt werden,
um Michel zu räumen und dadurch wirtschaftliche Vorteile zu erreichen.

Die rechtlich angekündigte Räumung seiner Wohnung (nur vorübergehender
Aufschub), in der er seit 15 Jahren lebt, sowie die anhaltende
Strategie, Michel für jede Kleinigkeit, für jedes Plakat und für jede
Kundgebung zu kündigen, bedeutet für Michel einen brutalen alltäglichen
Druck, der ihn auch gesundheitlich schädigt.

Wir wollen alle Nachbar*innen und solidarischen Menschen einladen, gemeinsam mit dem Bündnis „Zwangsräumung verhindern!“ gemeinsam gegen Michels Zwangsräumung zu protestieren, um die Genossenschaftler*innen zu bewegen, ihr Verhalten zu ändern, denn Zwangsräumung ist die
gewaltsamste Art der Verdrängung!

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Kundgebung 13.4. um 14 Uhr Rathaus Moabit

Der nächste Winter kommt! Es reicht!

Räumungen stoppen! Leerstand beschlagnahmen sofort!

Vor einigen Wochen wurde die Rummelsburger Bucht geräumt, weil es
überraschender Weise kalt wurde….im Winter!?Doch die Rummelsburger
Bucht war nicht das einzige und nicht das letzte Zuhause, nicht die
letzte Platte, die geräumt wurde. Zwei Platten, an der Schillingbrücke
und in Marzahn, wurden in den letzten Wochen geräumt!Einigen Menschen
wurde ihr gesamter Besitz genommen und alle Menschen von diesen Platten
sitzen jetzt wieder auf der Straße. Dieses Verhalten werden wir nicht
hinnehmen.Schluss mit den Räumungen! Außerdem gibt es in Berlin
unzählige leerstehende Wohnungen!Zum Beispiel die 95 leerstehen
Wohnungen in der Haabersathstraße.

Deshalb sagen wir:
Es reicht! Unmenschliche Räumungen stoppen!Leerstand beschlagnahen!

Kommt am Dienstag den 13.04. um 14Uhr zur Kundgebung vor dem Rathaus
Tiergarten, am Mathilde-Jacob-Platz 1!

Es gibt auch was zu essen!

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Es ist soweit. Goran Nenadic, der Eigentümer der Räumlichkeiten der Meuterei in der Reichenberger 58, hat den Räumungstitel eingereicht. Der Termin ist für den 25.03.21 um 08:00 Uhr angesetzt.

Eine Weile war es still um den Eigentümer geworden, wir wurden nur hin und wieder vom Vertragsinhaber informiert, dass Nenadic versucht, eine „friedliche Lösung“ zu finden. Dabei ging es um Angebote, dass uns diverse Kosten erspart blieben, wenn wir bis zu einem bestimmten Datum die Räume freiwillig verlassen würden. Doch es kann keine friedliche Lösung sein, wenn wir gezwungen werden, unsere Räume zu verlassen. Wir
vermuten, dass er vor allem keine größere Öffentlichkeit auf sich ziehen will. Deswegen rufen wir dazu auf, aktiv zu werden. Machen wir überall sichtbar, dass wir es nicht stillschweigend hinnehmen werden, wenn man unsere Räume zerstört.

Machen wir sichtbar, dass Goran Nenadic und seine Helferchen die Verantwortung dafür tragen, was passiert, wenn er zwangsräumt.
Zeigen wir, dass wir es nicht hinnehmen, wenn die Stadt die kapitalistischen Machenschaften weiter unterstützt, indem sie Geisels Prügeltrupps aussendet, zu räumen.

Aber nicht nur bei uns. Die Rigaer94, die Potse, der Köpi-Wagenplatz und viele andere sind dieser Bedrohung akut ausgesetzt.

Auf in einen heißen Frühling!
One struggle, one fight!
Genaueres und weitere Infos folgen in Kürze.
Euer Meuterei-Kollektiv

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Auf Indymedia haben wir einen interessanten und frechen Beitrag gefunden den wir dokumentieren wollen. Wir bitten um kritische Rückmeldungen:

DOKUMENTATION:

Angriff gegen Next Estate in Solidarität mit der Rigaer94 und in Erinnerung an die Liebig34

Nächstes Eigentum? – Nächster Angriff!

In der Nacht vom 10. auf den 11. März 2021 haben wir das Büro der Next Estate (zu dt.: „Nächstes Eigentum“) angegriffen. Wir haben die Fensterscheiben zertrümmert und eine Botschaft hinterlassen: „L34 LEBT und R94 BLEIBT“ Dieses Immobilienbüro liegt mitten im Herzen der Bestie namens Gentrifizierung, die im Berlin der 2000er Jahre ihren Ausgangspunkt in Prenzlauerberg genommen hat.

Prenzlauerberg steht exemplarisch dafür, was Verdrängung bedeutet und wie in mehreren Wellen ihre Anwohner:innen ihres Zuhauses beraubt werden. Die Next Estate* ist nur eine von vielen privaten, international agierenden Immobilienagenturen, die dazu beigetragen hat, dass viele Ecken der Stadt – insbesondere in Pberg um den Helmholtzplatz und den Kollwitzplatz – zu elitären, versnobten Orten wurden. Die Next Estate agiert seit 2009 in Berlin und verhökert luxussanierte Altbauten für fast 6500 Euro/m². Für Neubauten sollen bis zu 8800 Euro/m² hingeblättert werden.

Wir finden: Wohnraum darf keine Ware sein!

Inzwischen wird im Fall Prenzlauerberg von Super-Gentrifizierung gesprochen. So müssen inzwischen sogar gut situierte Öko-Großstädter:innen um ihren Wohnraum bangen (kein Mitleid an dieser Stelle :D) Zuvor sind viele Rentner:innen und Arbeiter:innen aus dem Kiez verdrängt worden und ganze Pflegeheime werden unter Vorwänden geschlossen und anschließend teuer saniert. Die Akademiker:innen Quote liegt inzwischen bei 75%. Hier begann auch der Trend, Lebensraum in Privat-Eigentum zu verwandeln, da sich die Mieten nicht noch weiter in die Höhe haben treiben lassen.

Wir haben uns bewusst in diesen Bezirk begeben, um auf seine Entwicklungen hinzuweisen. Denn diese weisen auf die wohnungspolitische Zukunft anderer Teile Berlins hin, die sich ganz ähnlich zu verändern drohen. Auch bspw. in Friedrichshain ist die Verdrängung schon länger und immer mehr spürbar. Ganze Straßenzüge wurden von Privatinvestor:innen aufgekauft und somit für Geringverdiener:innen und Hartz IV- Empfänger:innen unbezahlbar.

Dabei haben Prenzlauerberg und Friedrichshain eine bewegte politische Vergangenheit, die von selbstorganisiertem Wohnen geprägt war. Während in Pberg jedoch mittlerweile davon nichts mehr zu sehen ist, stehen in Fhain noch wenige Häuser aus der Zeit der Besetzungen der 90er Jahre. Die Rigaer94 ist eines dieser Häuser, welches jedoch auch droht zerstört zu werden.

Staatliche Maßnahmen wie der Mieter:innen- und Milieuschutz verhindern nur in den wenigsten Fällen, dass Menschen ihr Zuhause verlieren. Wenn es 100 Wege gibt, ein Gesetz zu umgehen, wird es damit unbrauchbar.

Das bestärkt uns darin, den Kampf um das Recht auf Wohnraum und Selbstbestimmung militant zu führen und nicht auf den „rettenden Staat“ zu warten, der mittels der Bullen unseren Kampf ebenso versucht zu ersticken. Jede Räumung hat ihren Preis!

Wenn Geisel und seine Schergen die Rigaer94 räumen, werden wir Rache nehmen. Wenn uns alle Orte genommen werden, gibt es keinen Grund dafür, nicht die gesamte Stadt kaputt zu machen.“

* Next Estate hat im Übrigen einen Blog und wertet u.a. auch politisches Geschehen aus:

https://www.next-estate.de/de/blog/

Und hier der Link zu der Plattform von dem Beitrag oben stammt:

https://de.indymedia.org/node/144256

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Bekanntlich ist die Rigaerstrasse 94 zum Objekt von einigen von Hass verblendeten Journalisten geworden. Unlauterer Journalismus in der Hauptstadt geht einher mit der Zerstörung von streitbaren unangepassten Projekten und der Verdrängung von armen Menschen. Die Polizei spielt eine unrühmliche Rolle dadrinne wie Tom Schreiber und seinesgleichen. Die von einigen schlechten Menschen herbeigesehnte Räumung der Rigaerstrasse 94 unter dem Vorwand des Brandschutzgutachtens ist erstmal vorschoben worden.

Um so schöner wenn es einfach unaufgeregte Beiträge gibt, die auf der Hasswelle nicht mitreiten. Wir, Mieter*innen und Projekte, lassen uns nicht spalten! Gegeninformationen weiterverlinken!

Das Radio Dreiecksland mit ihrem Bericht:

https://rdl.de/beitrag/brandschutzbegehung-der-rigaerstr-94-berlin

Geht auch ohne PolizeigroßeinsatzBrandschutzbegehung in der Rigaerstr. 94 in Berlin

Für den 11.03. und 12.03. war eine Brandschutzbegehung durch den Eigentümer für die Rigaerstr. 94 vorgesehen. Anfang dieser Woche deutete vieles darauf hin das dies mit einem großen Polizeiaufgebot durchgeführt werden soll. Der bisher unbekannte Eigentümer, lies über seinen Hausverwalter verlaubaren das das Haus in einem desolaten Zustand sei und teilweise unbewohnbar. Für heute zeigten Schilder rund um die Rigaerstr. ein absolutes Halteverbot, was auf die Einrichtung einer Roten Zone hinwies. Was genau heute passiert ist und was das Brandschutzgutachten der Bauaufsicht des Bezirksamts Friedrichshain-Kreuzberg ergeben hat berichtet uns eine Bewohnerin des Kiez.

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Wir dokumentieren einen Artikel von Peter Nowak:

„Viele unserer Mietverträge sind befristet, sodass mögliche Sanierungsmaßnahmen leichter durchgesetzt werden können“, benannte Schmidt die Sorgen der Bewohner*innen. Deshalb findet am 13. März die nächste Kundgebung ab 15 Uhr vor den Häusern statt.

Beere 6 bleibt“, so lautete die Parole auf den Schildern, mit denen sich rund 20 Menschen jeden Alters am Samstag vor der Haustür der Beermannstraße 6 versammelten. Sie sind MieterInnen der Treptower Sackgasse; eine gute Wohngegend, weil es keinen Durchgangsverkehr gibt. Nur die große A100-Baustelle in Sichtweite stört das Bild der ruhigen Straße. Die mehrwöchigen Proteste von MieterInnen der Beermannstraße 22 im Jahr 2014 konnte die Pläne nicht verhindern (taz berichtete). Jetzt gibt es erneute MieterInnenproteste in der Beermannstraße, nachdem gleich drei Häuser …

…. verkauft wurden. Die Beermannstraße 4 und 8 hat Heimstadten im Rahmen eines Share-Deals von der Gesellschaft Treubreu übernommen. Der schwedische Investor Heimstadten ist seit Monaten in den Schlagzeilen, weil er in Berlin zahlreiche Häuser aufgekauft hat. Noch unbekannt ist der Käufer der Beermannstraße 6, deren BewohnerInnen allerdings gut vernetzt sind. Die dreistündige Protestkundgebung am Samstag wurde von ihnen organisiert. Die MieterInnen fordern, dass bei den Häusern des Vorkaufsrecht angewendet wird.

Doch das wird nicht einfach, denn die Frist läuft bald aus. „Anders als Kreuzberg und Neukölln geht der Bezirk Treptow sehr zögerlich mit dem Vorverkaufsrecht um“, sagte Ansgar Schmidt, einer der Mieter der Beere 6, der taz. Während sich Bezirkspolitiker*innen der Grünen und der Linken auf dem Straßenfest mit den Forderungen der BewohnerInnen solidarisieren, hält sich die SPD bedeckt.

„Viele unserer Mietverträge sind befristet, sodass mögliche Sanierungsmaßnahmen leichter durchgesetzt werden können“, benannte Schmidt die Sorgen der Bewohner*innen. Deshalb findet am 13. März die nächste Kundgebung ab 15 Uhr vor den Häusern statt.

Peter Nowak

Ältere Artikel zu Kämpfen gegen A 100, Zwangsräumung und Enteignung in der Beermannstr. hier

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Diesen Artikel fanden wir in der Berliner Zeitung. Und die Überschrift war genauso geschrieben wie oben. Wenn das noch Journalismus ist, dann ist die Berliner Zeitung am Ende. Lange Kämpfe, Verkäufe und neoliberale Ausmergelungsprozesse haben die Zeitung kaputt gemacht. Übernommen wurden offensichtlich nicht die Besten der ursprünglich mal respektablen Zeitung. Uns alle kostet die Kritik von Hetzartikeln viel Zeit, darum sei diese Kritik mal beispielhaft publiziert und durch Euch weiterverbreitet bis in die Leser*inneschaft der Berliner Zeitung. Schließlich sollen viele daran teilhaben, wie man Artikel kritisch lesen kann. Wir machen mal ne Operation am offenen Herzen und kommentieren in den Artikel rein. Fett gedrucktes von uns.


Bildunterscchrift unter zentral gesetztes Bild der „Festung“ Rigaerstr. 94:

Seit Jahren terrorisieren die Linksextremisten die Anwohner. (Hier werden zwei Begriffe zusammen gebracht: Terror und Linksextremismus. Welchen Zweck hat das? Es soll uns als Leser*innen suggerieren, es gehe um Terrorismus von Linken) Schade, dass das Haus nicht geräumt wird. (Das steht da allen ernstes! Auch mit der Bildredaktion gingen die braunen Pferde durch.)

(Dann weiter im Text:)
Berlin – Kürzlich ging bei uns ein Leserbrief zum Thema Rigaer Straße 94 ein. Peter J. aus Friedrichshain (zu seinem Schutz schreiben wir den Namen nicht aus) beklagte sich: „Bei mir an der Straße steht seit ein paar Tagen auf einem gekennzeichneten Behindertenparkplatz ein abgefackeltes Auto. Auf der zerstörten Windschutzscheibe prangt ein Plakat mit dem Titel: Rigaer 94 verteidigen. Auf dem Plakat ist ein zerstörtes Auto im Kreis von kopfgroßen Pflastersteinen zu sehen. Wer legt diesen Banditen und Terroristen und ihren politischen Hintermännern und -frauen vor allem bei den Grünen endlich das Handwerk? Wie lange lässt sich dieser Staat von einem vermeintlich alternativem Wohnprojekt auf der Nase herumtanzen und lächerlich machen?“(Und hier bekommen wir das Futter geliefert, das der Journalist braucht. Ein Anwohner, anonym natürlich, spricht es aus: „Banditen und Terroristen“. Unter Terrorismus versteht aber das Strafgesetzbuch in der Regel etwas das mit Mord zu tun hat. Um Differenzierung geht es dem Autoren aber gar nicht. Er will den Begriff „Terrorismus“ etablieren und bedient sich eines fragwürdigen Leserbriefes. Nun ist der Wahrheitsgehalt des Leserbriefes nicht zu überprüfen. Weder wissen wir von dem Auto, noch wissen wir tatsächlich ob das abgebrannte Auto und das Plakat in einem Zusammenhang stehen. Vermutlich existiert ein abgebranntes Auto. Nicht unüblich in Grossstädten. Doch ob es einen Behindertenparkplatz gibt, das müssen wir glauben. Auch das Plakat müssen wir glauben. Noch nicht mal das muss aus der Rigeaerstr. kommen. Und wenn, was sagt das dann aus? Und ob das abgebrannte Auto im Zusammenhang steht mit der Rigaerstr. , wer will das denn belegen? Das wird auch einfach so behauptet. In der Regel wird jeder Pups denen angeheftet, die man bekämpfen will. So kann es sich auch mit einem verkohlten Auto verhalten. Und der Autor greift hier zu einem Kunstgriff – er lässt einen wütenden Leserbrief den Vortritt diesen Zusammenhang herzustellen, der da sagt: Das Auto wurde von den Terroristen in der Rigaerstr angesteckt. Damit hat er, der Journalist, eine Quelle etabliert, die für ihn ausspricht was er denkt und dessen Behauptungen er vor allem nicht belegen muss! Und nicht belegen will! Das ist hierbei das wichtigste. Der Leserbrief ist nur Mittel zum Zweck, Peter J. ist der nützliche Idiot.

Widmen wir uns nochmal dem ausgebrannten Fahrzeug ; war es ein Kleinwagen oder eine teures Fahrzeug? Die Frage sagt zwar nichts darüber aus, ob man nun ein verbranntes Auto toll findet oder nicht, es ist aber auch dennoch ein Unterschied ob es einem armen Rentner gehört oder einem Besitzer eines millionenteueren Lofts. Da scheiden sich auch in der Hauptstadt schnell die Geister und je teurer die abgebrannte Karre um so grösser die heimliche oder offene Sympathie von allerlei Milieus weit über die verhasste Rigaerstr. 94 hinaus.

Wir werden in dieser kurzen Passage kurzerhand also mit allerlei Behauptungen konfrontiert und wissen noch nicht mal ob der Leserbriefschreiber nicht ein AfDler ist, der sowieso alles hasst was nicht passt. Solche Trollmails finden sich zuhauf in einschlägigen Foren. Wir sollen es auch nicht wissen und der Journalist hinterfragt diesen Hass auch nicht. Er benutzt den Leserbrief komplett zu seinem Zweck)
Solche Erfahrungen und Schlussfolgerungen sind seit Jahren von vielen Nachbarn der europaweit bekannten Linksextremisten-Hochburg zu hören. Autos werden angezündet, Fassaden beschmiert, Stahlkugeln mit Zwillen in Kinderzimmerfenster geschossen; Anwohner, die sich kritisch äußern, werden von den autoritären Bewohnern in stalinistischer Manier „vorgeladen“. (Kein Beleg, eine aneinander Reihung von Behauptungen, von denen es sicherlich auch andere Sichtweisen gibt. Die werden aber gar nicht recherchiert. Wir können es glauben oder nicht was da behauptet wird. Aber die Macht des Wortes einer Zeitung ist ein Mittel um Meinung zu machen.)
Jetzt dürfte wieder ein großer Polizeieinsatz anstehen, für den ab Mittwoch drei Tage lang die umliegenden Straßen zum Sperrgebiet werden. Denn der Hausbesitzer muss den Brandschutz in der verbarrikadierten „Rigaer 94“ begutachten lassen. Für die Autonomen ist dies ein Anlass, sich ihrer selbst zu vergewissern als die letzten Unbeugsamen gegen die Gentrifizierung. Doch das Haus ist kein soziokulturelles buntes Biotop, sondern eine hermetisch abgeriegelte Festung – bewohnt von Egoisten, die, wenn überhaupt, niedrigste Mieten zahlen (Das sei allen Menschen dieser Stadt zu gönnen, hier will wer Neid schüren für ein Recht das allen zu zugestehen wäre; bezahlbare Mieten als Mindeststandard) und die Nachbarn terrorisieren. (Nun kommt die Wiederholung nochmal ins Spiel, der Terror. Das ein Haus, welches sich so stark gegen Verdrängung und ihre Räumung wehrt wie die Rigaerstrasse 94 sich gegen Übergriffe schützen muss, davon kein Wort. Weder von den Faschisten, die das Haus heimsuchen könnten, weder von den Bautrupps, die das Haus schon mal angegriffen haben, oder die Polizei, die bereits einmal ihre Kompetenz überschritt und eine Räumung auf eigenen Faust und ohne Anweisung durchziehen wollte. Der Journalist verschweigt all dieses. Er baut die Rigaerstrasse zu einem Feindbild ohne gleichen auf. Der Still, und das ist harter Tobak, folgt der Logik einer Stigmatisierung. Und warum? Weil er eine Räumung will. Ohne rechtliche Grundlage wünscht er sich; und er will uns da auf seiner Seite wissen; eine Räumung herbei. So wird eine Stimmung herbeigeredet, die die Vernichtung der Rigaerstrasse 94 will. Das ist eine Auslöschungsphantasie eines weißen Mannes, der sich gemein macht mit faschistischer Saubermannpolitik. Bedenken wir nochmal; es geht hier bei der Rigaerstr. nur um ein Rechtsgutachten zum Brandschutz!)
Um die Lage zu beruhigen betonte der Sprecher von Innensenator Geisel wiederholt, dass die Brandschutz-Begehung keine Räumung sei. Nein, ist sie nicht. Schade eigentlich.


Dieser Kommentar des Journalisten müsste einer Zeitung, die was auf sich hält, eigentlich unwürdig sein. Scheinbar verfügt die Zeitung aber nicht über eine kritische Chefredaktion, die solche Kommentare einer Blattkritik unterzieht. Aus der eigenen Verblendung heraus hetzerisch zu agieren und demagogisch aufstacheln; das ist kein souveräner Journalismus – das ist leider Müll und war das Papier nicht wert. Nebenbei wird die Zeitung damit unkäuflich.

Der unkommentierte Artikel hier:

https://www.berliner-zeitung.de/mensch-metropole/die-rigaer-94-ist-eine-hermetische-festung-bewohnt-von-egoisten-li.144682

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Kundgebung Mi 10.2. 13 Uhr wegen Räumung der Bucht !!!

bitte weiter verbreiten;

wegen der unverschämten, menschenverachtenden Räumung in der
Rummelsburger Bucht wird es am Mittwoch 13 Uhr vor dem Roten Rathaus
eine Kundgebung mit den Betroffenen zusammen geben.

Wir wollen unsere Solidarität mit obdachlosen Menschen
zeigen!

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