Posts Tagged ‘Padovicz’

Hier kocht die Wut! Am 30.4. um 13.00 Uhr

Alle sind willkommen.
Es gibt Suppe & Kaffee/Tee (umsonst).
Kein Rumgemacker.

ESSEN UMSONST: Bisher haben wir uns vor dem Netto in der Kiefholzstraße
getroffen.
Nun laden wir Euch/Dich zu unserem gemeinsames Essen in der
Krüllsstraße/Ecke Karl-Kungerstraße ein.

LEERES HAUS: In der Krüllsstraße lässt der Wohnraumvernichter Gijora
Padovicz nun seit mind. fünf Jahre ein fast leerstehendes Haus
zerfallen. Der Bezirk greift nicht ein.
Obdachlose Menschen könnten dort aber gut und billig leben.
Es ist der gleiche Besitzer, der unter anderem mit der Räumung der
Liebigstr.34 vor gut 6 Monaten vielen Menschen das Dach überm Kopf
weggerissen hat.

Das bleibt nicht ungesehn!

COVID-19: Wir wollen Anlaufpunkte schaffen um uns auszutauschen und
untereinander zu unterstützen.
Denn in der Pandemie zahlen arme Menschen nochmal drauf. Das geht
nicht. Abstand halten darf nicht zu weiterer Isolation und Vereinsamung
führen!

Unser nächstes gemeinsames Essen am 30.4.2021.
Von 13.00 bis 14.00 Uhr
Krüllsstraße/ Ecke Karl Kungerstr., Alt – Treptow

Kein Mensch wird alleine gelassen!

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Wir haben hier eine Stellungnahme zur gestrigen Räumung der Zeltstadt an der Rummelsburger Bucht:


„Wir, eine Gruppe solidarischer Menschen, haben heute gegen die Räumung der Zeltstadt an der Rummelsburger Bucht protestiert und eine Kundgebung vor dem Eingang organisiert. Es war ein langer und intensiver Tag mit viel Unterstützung aus der Bewegung, für die wir unheimlich dankbar sind. Es hat uns mal wieder gezeigt, dass Menschen das Schicksal Anderer im Kopf haben und Support schnell auf die Beine gestellt werden kann, wenn er gebraucht wird. Die spontane Baggerbesetzung gegen Ende des Tages hat zusätzlich trotz Eiseskälte unser Herz erwärmt. Wir hoffen, die Aktivist*innen kommen da gut wieder raus. Danke!


Jetzt wollen wir noch einmal zusammenfassen, warum und wie die Politik, Polizei und andere Organisationen hier wieder einmal versagt haben:

Wir kritisieren grundsätzlich die Art und Weise, wie „Hilfe“ betrieben wird:

• Eine Zwangsräumung hilft niemals irgendwem: Menschen müssen freiwillig
entscheiden dürfen, ob sie bleiben, oder gehen.

Die Zeltstadt ist ein über Jahre gewachsenes Zuhause und muss daher als Solches offen zugänglich und intakt bleiben, anstatt abgebaggert zu werden. Bei Entscheidungen wie „Es wird aus Kälteschutz geräumt“ wird die Ansicht der Betroffenen komplett außer Acht gelassen. Solidarische Hilfe heißt, die Wünsche von Betroffenen anzuerkennen und ernst zu nehmen. In diesem Fall heißt das, dass für viele Bewohner*innen die bereitgestellten Unterkünfte nicht als Alternative infrage kommen. Es geht den Bewohner*innen meistens nicht ums Überleben, sondern um ihre eigene Form von Leben. Sie sind in vielen Fällen sehr resilient und organisieren sich seit jeher selbst. Das zu begreifen, schafft die Politik (selbst „linke“ Politiker*innen) nicht. Weniger als die Hälfte der Bewohner*innen haben darum das Angebot der Stadt, eine Nacht in einer Traglufthalle zu schlafen, angenommen. Einige der Gründe,warum Bewohner*innen nicht in Not- unterkünften schlafen wollen, sind Folgende: In vielen Unterkünften dürfen keine Tiere mitgenommen werden. Zusätzlich ist oft Alkohol- und Drogenkonsum, beziehungsweise das Betreten im berauschten Zustand, untersagt (Sucht ist eine Krankheit und sollte nicht als „eigene Schuld“ angesehen werden). Meistens müssen Übernachtende die Unterkunft am Morgen verlassen. Fast nie können sie mehr als sich und eine Tasche unterbringen. Die meisten Unterkünfte schließen am frühen Abend, was es beispielsweise Sexarbeiter*innen unmöglich macht, nach der Arbeit dort übernachten zu können.


Es muss immer eine langfristigere Perspektive mitgedacht werden und nicht nur Hilfe zugesagt werden für den Zeitraum des kältesten Wetters. Es ist im Allgemeinen bekannt, dass es im Winter kalt ist. Deshalb erwarten wir langfristige Pläne und Lösungen in Absprache mit Bewohnerinnen. Sinnvolle Hilfe ist immer ein langer Prozess und darf nicht überstürzt stattfinden. Zusammengefasst: Gut gemeint ist nicht gut gemacht. Zwangsräumungen sind kein Kälteschutz. Und Notunterkünfte sind keine Lebensperspektive. Wir kritisieren die Durchführung der Räumung:

In dem Moment, in dem gestern Nacht geräumt wurde, gab es nur Informationen über eine Übernachtungsmöglichkeit für eine nächste Nacht. Es ist nicht akzeptabel, Menschen aus ihrem Zuhause zu vertreiben, ohne ihnen ein neues Zuhause anzubieten, das ihren Vorstellungen entspricht. Die Räumung fand mitten in der Nacht bei Schneefall statt, sodass Menschen um 03:00 früh ohne ihr Hab und Gut im Dunkeln im Schnee standen. Diese Räumung war extrem spontan und schlecht organisiert, ohne jedwede Vorankündigung an die Bewohner*innen. Daher waren nichtmal alle Bewohner*innen zum Zeitpunkt der Räumung vor Ort. Die Kommunikation mit den Bewohner*innen war zu allen Zeiten extrem schlecht: Nicht nur, dass Menschen erst zum Zeitpunkt der Räumung darüber informiert werden, dass sie gehen müssen. Auch, dass sie erst die Information bekommen, dass die Notunterkunft nur für eine Nacht ist. Das Ganze wurde auf Deutsch kommuniziert, ohne Übersetzung in der Nacht und am Tag darauf, während die Wenigsten im Camp Deutsch sprechen.

Das Argument vonseiten der Politk ist: Die Menschen konnten ja all ihre Eigentümer gestern Nacht einfach mitnehmen. Wir fragen zurück: Könnt ihr innerhalb von einer Stunde Alles, was ihr zum Leben und Überleben braucht, in eine kleine Tasche packen?


Laut Polizei „wird jetzt mal Ordnung hier gemacht“. Das bestätigt, dass die Besitztümer und Zuhause der Bewohnerinnen als „Müll“ angesehen werden, obwohl das für die Menschen ein Zuhause bedeutet, dass sie sich sorgsam und mühevoll aufgebaut haben. Politiker*innen argumentierten, dass Bewohner*innen „freiwillig“ gegangen wären. Wie freiwillig ist es, wenn man geht, wenn das Dableiben keine Option ist? Es sei auch „ruhig“ vonstatten gegangen – bei einer Hundertschaft vor der Tür, einem kreisenden Helikopter mit Scheinwerferlicht und und einen langen, kalten Tag hinterm Rücken hätten wir auch keine Kraft mehr gehabt, „laut“ zu sein. Bewohner*innen wurde eigentlich versprochen, ihr Hab und Gut am Tag darauf abholen zu können. Dennoch begannen die Bagger am Morgen, die Zuhause der Menschen abzubaggern. Einige Bewohner*innen standen vor dem von der Polizei versperrten Eingang und weinten, weil sie sahen, wie ihr Zuhause demoliert wurde, in denen unter Anderem noch wichtige Dokumente und Besitztümer waren. Nur Dank dem Engagement von Anwesenden ist es den Bewohner*innen ab Mittags möglich gewesen, die Zeltstadt noch einmal zu betreten, um ihre Sachen zu holen. Das war vorher so nicht mit eingeplant.


Wir kritisieren, dass die Politik sich der Verantwortung komplett entzieht: Politiker*innen zeigten wenig Bereitschaft, mit Bewohnerinnen oder Unterstützerinnen zu reden, um deren Perspektive zu verstehen. Darüber hinaus herrscht allgemeine Abwesenheit. Wo sind denn eigentlich die „Linken“? Politiker Kevin Hönecke redet vorallem mit der Presse und probiert dabei, dem Ganzen einen humanitären Anstrich zu verleihen. Mitten am Tag, nachdem die Politik den Bewohner*innen zugesichert hatte, dass sie noch eine Woche Zeit hätten, weitere Besitztümer abzuholen, fingen die Bagger plötzlich wieder an, weiter zu baggern. Dafür war dann aber niemand mehr zuständig: Die Polizei schob alles auf die Eigentümerin – die war aber gar nicht mehr vor Ort. Die Sicherheitsfirma stimmte dem zu und verwies auch auf die Eigentümerin.

Plottwist: Sobald die Bagger besetzt waren, war die Polizei auf einmal doch wieder zuständig! Von den Politker*innen ist schon länger nichts mehr zu sehen. Die Politik argumentiert mit dem Kälteschutz, und hebt aber gleichzeitig mit dem „Kälteschutz“ die Duldung der Bewohner*innen in der Zeltstadt auf. Jetzt, da es leer steht, sei die Politik aber nicht mehr verantwortlich – und wenn die Eigentümerin jetzt anfangen will, abzubaggern, kann da leider niemand etwas tun!… Und nicht zu vergessen:
Ganz zufällig wurden vor zwei Tagen in Nachbarhäusern, die Padovicz gehören (in denen seit circa 30 Jahren überhaupt nichts repariert wurde), alle Türschlösser ausgetauscht. Nicht, dass sich da ein frierender Obdachloser hinein verirrt? Bei der ganzen Aufregung wird außerdem schnell vergessen, dass auf genau diesem Gelände spätestens ab nächsten Sommer die „Coral World“, eine ganz wichtige Touristenattraktion, gebaut werden soll. Auf dem Gelände neben dem Camp finden derweil schon Infrastrukturbauarbeien statt. Die Baggerkante endet genau neben dem Camp. Die Bagger standen schon bereit. Wäre es nicht ein total gutes Argument, Menschen wegen „Kälteschutz“ aus ihrem Zuhause zu vertreiben und dann „Ups“ ihr Zuhause zu zerstören, und dann „Ach, wie praktisch“ einfach direkt anfangen können, zu bauen?“

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PADOVICZ – der Name steht für einen üblen und geldgierigen Charakter. Er wird vom Bezirk gedeckt, anders ist es nicht zu erklären warum er unter anderem in diesem Kiez Häuser leerstehen und verrotten lässt. Unten ein weiteres Beispiel. Wir rufen Euch zur Unterstützung der Menschen in der Hauptstraße auf.

Noch ein Padovicz-Haus: Die Hauptstraße braucht euch!


Wer sind wir und was wollen wir?
Wir sind Mieter:innen der Haupstraße 1G-I, zwei Häuser, die akut vom Abriss bedroht
sind. Wie auch andere Orte sollen diese dem Bebauungsplan an der Rummelsburger
Bucht weichen, was bedeutet dass unser Wohnraum durch ein paar Luxusbauten ersetzt
werden soll. Hinzu kommt, dass es Häuser des Investors Grigorij Padovicz sind und wir
haben zuletzt bei der Räumung der Liebig34 erlebt, was es bedeutet, in einem Padovicz-
Haus zu leben.


Wir sind kein Hausprojekt, keine Kneipe, kein linker Szeneort. Wir sind eine über die
Jahre zusammengewachsene Hausgemeinschaft, die leider immer mehr anfängt zu
bröckeln, da die Wohnungen gezielt entmietet werden, um die Gebäude abreißen zu
können. Wir, das sind alte, wie junge Menschen unterschiedlicher Backgrounds und
Geschichten, organisieren uns seit Jahren als Hausgemeinschaft und z.T. gemeinsam
mit anderen Initiativen und Gruppen (Bucht-für-Alle-Initiative, padowatch etc.) und
kämpfen um unsren Wohnraum. Momentan ist es eher ein fester Kern von aktiven
Mieter:innen, welche die vielfältigen Aufgaben im Häuserkampf stemmen. Von
Gesprächen mit Anwält:innen, über Mietergemeinschaften, Haustreffen organisieren,
Kontakte mit Senat und Bezirk halten, zu dringend notwendiger Öffentlichkeitsarbeit.
Wir merken, wir kommen an unsre Belastungsgrenzen und wenden uns deshalb an
euch: solidarische Bündnisse, Gruppen, Einzelpersonen und alle, die uns dabei
unterstützen wollen, zu verhindern, dass die Verdrängung aus unsren Häusern still und
leise vor dem lauten Hintergrund der Pandemie passiert.


Was könnt ihr tun?
Wenn ihr stadtpolitisch aktiv seid, was dazu schreiben wollt, Kontakte habt, oder uns
einfach nur mitbedenkt, wenn es das nächste Mal irgendwo um Verdränung/Padovicz
etc. geht, freuen wir uns sehr. Gerade an Öffentlichkeit fehlt es uns, deswegen freuen wir
uns über Unterstützung bei der Öffentlichkeitsarbeit oder was euch auch immer an
solidarischen Aktionen einfällt.


Ihr könnt euch gern auch unter dieser emailadresse melden, wir leiten Eure Mail dann weiter
karlapappel (ät) mail36.net

Für mehr Hintergrund, haben wir im Folgenden die wichtigsten Ereignisse der letzten 1-2
Jahre zusammengefasst

Was bisher geschah…
Am 3. November 2020 erhielten alle Mietparteien Kündigungen ihrer Mietverhälnisse mit
der Begründung einer mangelnden wirtschaftlichen Verwertbarkeit (= das Haus ist so
kaputt, dass ein Neubau wirtschaftlicher ist, als der Erhalt). Darin wurden
unterschiedliche Mängel der Häuser aufgeführt, die nur dadurch entstanden sind, weil
Padovicz diese hat verwahrlosen lassen. Seit Jahren wird an unseren Häusern nichts
mehr gemacht und Reparaturanfragen durch uns Mietende werden von der
Hausverwaltung ignoriert. Die „mangelnde Verwertbarkeit“ wurde unserer Ansicht nach
absichtlich herbei geführt, um uns nun mit dieser Begründung rauszubekommen.
Aufgrund unterschiedlicher Mietverträge sowie unterschiedlicher Kündigunsfristen werden
wir gezwungen nach und nach unsere Wohnungen zu verlassen. Menschen, die
teilweise um die 30 Jahre hier leben, verlieren ihr Zuhause und ihren Kiez. Die ersten
Mietparteien wurden bereits zum 30. November gekündigt, darunter eine 80-jährige
Mieterin. Was für ein unmenschliches Vorgehen, mitten im Lockdown den Menschen drei
Wochen Zeit zu geben, sich eine neue Wohnung zu suchen. Wer den Berliner
Wohnungsmarkt kennt, weiß, dass dies eine Sache der Unmöglichkeit ist. Weitere
Kündigungen wurden zum 31.1., 30.4. sowie 31.7.2021 ausgesprochen. Wir lesen dies
als Versuch Padoviczs unsere Organisierung als Hausgemeinschaft zu schwächen und
uns zu zermürben. Er hat rein gar nichts davon, wenn wir zu unterschiedlichen Zeiten
die Wohnungen verlassen, denn die Häuser können erst abgerissen werden, wenn
niemand mehr drin wohnt. Er produziert damit lediglich weiteren Wohnungsleerstand
sowie Existenzängste, Druck und Stress bei uns Mietenden. Einige gehen rechtlich mit
Widersprüchen gegen die frühen Kündigungen unserer Wohnungen vor, andere
entscheiden sich aus Angst, auf der Straße zu landen, für einen Auszug.


Wir würden gern hier bleiben, lieben unseren Garten, die weite Sicht, unsere
Nachbarschaft und die Bucht. Uns wurde Ersatzwohnraum versprochen, damit wir nicht
auf der Straße landen. Dieses Versprechen wurde nun wieder zurückgezogen und
stattdessen hatten alle restlichen Mieter:innen pünktlich zum Ausbruch der 2.
Coronawelle die Kündigungen ihrer Wohnungen im Briefkasten.

Welche Rolle spielen Senat und der Bezirk Lichtenberg?


Die Rollen von Bezirk und Senat sind und waren im kompletten Prozess um die
Bebauung der Rummelsburger Bucht so undurchsichtig wie ihr Handeln.
Seit 25 Jahren wurschtelt der Bezirk an einem Bebauungsplan für das Gebiet zwischen
Stralau und dem Neubaugebiet auf der anderen Seite. Der Umgang mit Informationen ist
dabei eher spärlich, sowohl für die breite Öffentlichkeit, als auch für die direkt
betroffenen Anwohnenden. Eine große Infoveranstaltung Anfang 2019 fällt aus und
stattdessen wird eine Sondersitzung der Bezirksverordnetenversammlung (BVV)
einberufen (keine Pressemitteilung, keine Hinweise an die Öffentlichkeit). In dieser wird
dann unter Polizeischutz und großem Protest der Öffentlichkeit der Bebauungsplan
mehrheitlich beschlossen. Unterton der Veranstaltung: „wir haben jetzt lange genug
diskutiert, alle Meinungen gehört, für eine wirkliche Änderung ist es jetzt zu spät, also
schaffen wir Fakten“. Danach folgen hauptsächlich Lippenbekenntnisse der
Unterstützung an die Anwohnenden, jahrelanges Ignorieren des Leerstandes in den
Häusern und weiteres nicht-Versorgen mit Informationen.


Das Land Berlin hat inzwischen den Bebauungsplan an sich gezogen. Nachdem es
jahrelang öffentliche Flächen an private Investor:innen verscherbelt, mit diesen geheime
Verträge abgeschlossen und im Abgeordnetenhaus den Plan schon vor dem Bezirk
beschlossen hat, gibt es immernoch keinen Plan für den Umgang mit den Anwohnenden.
Der Senat beauftragte zuerst die ASUM damit, die Häuser „sozialverträglich“ zu
entmieten. Als das zu langsam von Statten ging, wurde die DSK-BIG engagiert, welche
„in Anlehnung an ein Sozialplanverfahren“ dafür sorgen sollte, dass die Mieter:innen
ausziehen.


Bisher haben wir nicht den Eindruck, dass es bei der Vermittlung in Ersatzwohnungen,
die allesamt Padovicz-Wohnungen sind, um die Bedarfe der Mieter:innen geht. Viel
mehr, dass es darum geht, uns so schnell es geht rauszukriegen und gleichzeitig den
Anschein zu wecken, dass sich um eine Vermittlung in Ersatzwohnraum gekümmert
wurde. Die Vermittlung in weitere Padovicz-Wohnungen wird dann mit einem geheimen
Vertrag zwischen dem Land und Padovicz und auch noch damit begründet ihn in die
Verantwortung zu nehmen. Die Möglichkeit kommunale Wohnungsbaugesellschaften
anzufragen wurde abgewiesen und es werden nach und nach einzelne Mietparteien
gekündigt, ohne, dass sie eine neue Wohnung haben.


Wir freuen uns über jede Unterstützung!

Solidarische Grüße, eure Hauptstraße an der Bucht ❤

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Vom Bündnis Gegen Zwangsräumung:

Wir geben nicht auf, Padovicz zu sagen, dass er aufgeben soll!

Videokundgebung
vor dem Firmensitz von Padovicz
Donnerstag, 1. 10.2020, 18.30 Uhr
Kurfürstendamm 178/179, 10707 Berlin

Die Liebigstraße 34 soll am 9. Oktober um 7.00 Uhr in der Frühe von der
Gerichtsvollzieherin im Auftrag von Padovicz durch ein Bullenaufgebot
gestürmt und zwangsgeräumt werden.

Eine 30jährige Geschichte soll damit beendet werden. Das Haus wird für
eine profitable Verwertung geschliffen. Dafür geopfert wird die
Liebig34, das Anarcha-Queer-Feministische Kollektiv. Das werden wir
nicht hinnehmen. Wir beginnen am 1. Oktober mit einer
bildungspolitischen Veranstaltung vor dem Firmensitz von Padovicz am
Kurfürstendamm.

Das Bündnis Zwangsräumung verhindern zeigt kurze Videos von den Kämpfen gegen Zwangsräumungen in den letzten 10 Jahren. Einige Zwangsräumungen konnten verhindert werden, aber nicht jeder Kampf war erfolgreich. Aber in jedem Kampf wächst die Solidarität für eine gemeinsame Stadt. Man kann uns die Orte nehmen, aber nicht die Ideen.

Bis dahin geben wir nicht auf, Padovicz zu sagen, dass er aufgeben soll.

Bündnis Zwangsräumung verhindern“

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…was eine Sendung von „Kontraste“ mit Pears, dem NS und der Räumung einer Kneipe in Neukölln zu tun haben?

Eine harte Pressekritik an die Adresse von Kontraste

Am Wochenende, dem 7.8.2020 wurde wieder zwangsgeräumt. Eine kleine, für viel unbekannte Kneipe in Neukölln. „Syndikat“, so ihr Name. Und das „Syndikat“ machte als linkes Projekt viel Wind und wollte sich nicht räumen lassen. Nur mit über 700 Beamten im Einsatz konnte diese Kneipe dem Eigentümer zurückgegeben werden. Ihnen standen zum Teil mehr aks 1000 wütende Menschen, meist linke Gruppen, an verschiedenen Ecken der Strassen gegenüber und versuchten die Räumung zu verhindern. Die Besatzung des Kiezes aber kotzte alle an. Ausführlicher dokumentiert ist aus unserer Sicht alles auf dieser Webseite (lohnt sich mal reinzuschauen) :  http://nk44.blogsport.de/

Am 6.8.2020 wurde der Kiez bereits langsam abgeriegelt, um am Abend die Kontrolle über eine Straße zu behalten. Und am 6.8.2020 wurde auch die Sendung von Kontraste im Netz nicht zufällig hochgeladen – eine Reportage, derer sich jeder aufrechte Journalist*in schämen würde. Beide Beiträge – die Räumung und die Hetze, wurden von unseren Steuergeldern finanziert.

„Kontraste“ griff in dem Beitrag Menschen in Friedrichshain an, die sich wehren und sich ihre die Verdrängung nicht gefallen lassen. Dieser Beitrag zeigt wie Journalisten auf eine demagogische Weise arbeiten. Wir kennen das Muster, das auch schon in unserem Kampf gegen Baugruppen angewandt wurde. Siehe Film: https://archive.org/details/verdraengung-hat-viele-gesichter-film. (Ihr Beitrag war damals so schäbig, das sie ihn nicht freigaben für die Netzversion von „Verdrängung hat viele Gesichter“. Man muß ihn sich extra hochladen).

Es geht in solchen Reportagen wie in dem aktuellen Kontrastebeitrag um Diskreditierung von Menschen die sich wehren gegen andere, die Eigentumswohnungen bauen lassen und wissentlich Arme verdrängen. Man akzeptiert nur Menschen (mehr …)

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Wir haben einen Aufruf bekommen, den wir Euch nicht vorenthalten wollen:

"Wir haben Euch was mitgebracht... Geschenke, die niemand haben will...*

am 10.3.2020,um 16 Uhr, George-Grosz-Platz, Kurfürstendamm/Ecke Schlüterstraße*

Immobilieros wie Padovicz, Pears, Engel und Völkers oder Mähren, etc.
beschenken uns jedes Jahr mit neuen Unannehmlichkeiten: Mieterhöhungen,
Eigentumsumwandlungen oder Zwangsräumungen. Mit den für sich gewünschten
Profit-Raten liegen die Immobilieros so eng bei einander, wie auch
räumlich: in der Immo-Schlucht aufm Kudamm! Wie auf einer Perlenkette
aufgereiht, liegen dort Immobilienbüros neben Notarbüros, Anwaltsbüros
und Lobbyistenbüros. Würde der Staat das Menschenrecht auf Wohnen
schützen, müsste der Kudamm zum Immobilien-Gefahren-Gebiet für Berliner
Mieter*innen erklärt werden.

Unter dem Motto „Return to sender“, wollen wir den ganzen Plunder, den
wir in den letzten Jahren angesammelt haben, zurück bringen. Also
verpackt eure Mieterhöhungen, Kündigungen, Zwangsräumungsanordnungen,
geräumtes Mobiliar (Stühle, Tische, Schränke, etc.), verbrauchten
Transpis, abgenudelten Demoschilder, vergilbten Plakate, Flugblätter mit
abgelaufenem Verfallsdatum oder was auch immer in einen Umzugs-Karton
und bringt ihn mit zum Georg-Grosz-Platz. Von dort aus werden wir die
Geschenke gemeinsam zu den Sendeadressen der Immobilieros auf dem Kudamm
zurückbringen!

Fotos von besonders auffälligen Rücksendungen werden wir unter
#WasMitgebracht#Mietenwahnsinn veröffentlichen."

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(aus aktuellem Anlass: Räumung der Liebigstr 34 im Oktober 2020. Dieses Haus gehört dem Millionär Padovicz und seiner schlimmen Familie. Eine Anti-Padoviczgruppe im Kiez formuliert hier unten Ihren Ärger. Wir dokumentieren zusätzlich uns zugespielte Fotos aus einem „seiner“ Häuser – der Krüllstr 12 – am Ende des Textes:

 

„Hier im Kiez gibt es ein Haus das seit vielen Jahren verkommt. Systematisch. Der Besitzer ist geldgierig und handelt genauso. Die Mieter*innen sind ihm egal – wenn nötig ekelt er die Leute aus den Wohnungen. Wie er das macht? Indem er die Wohnungen verkommen läßt. Und verkommen ist gelinde gesagt. Denn letztlich nimmt er, wie in der Krüllsstraße 12, in Kauf das der gesamte Hinterhausbereich mit schwer gesundheitsschädlichen Schwarzschimmel verseucht ist.

Das fragt man sich, wie das denn geht?

Gibt es kein Gesetz, das die Mieter*innen schützt? Gibt es nicht ein Mietrecht? Kein Problem, solange zum Beispiel die SPD in Gestalt der Herrn Igel in Treptow-Köpenik das Sagen hat passiert hier nix. Herr Igel, als Oberbürgermeister eigentlich für Leerstand zuständig, ist ein Neoliberaler feinster Sorte. Wirtschaftshörig und ohne jedes Format. Er könnte, wenn er wollte, hohe Strafen verhängen gegen Padovicz.

So gibt es ja eigentlich das Gesetz über das Verbot der Zweckentfremdung von Wohnraum. Wenn ein Eigentümer seinen Wohnraum unbegründet länger als drei Monate leerstehen läßt, ist das schon eine Zweckentfremdung. So sagt das Gesetz.

Seit der Neufassung des Zweckentfremdungsverbots im Jahr 2018 gibt es sogar die Möglichkeit, nicht nur Strafzahlungen zu verhängen. Auch ein Treuhänder kann eingesetzt werden, der das Wohnhaus gegen den Willen des Eigentümers saniert, „zur Wiederzuführung des Wohnraums zu Wohnzwecken“, so steht es im Gesetz. Danach kann der Eigentümer das Haus wieder übernehmen, wenn er die Sanierungskosten begleicht. Ansonsten folgt die Zwangsversteigerung. Vorausgesetzt man hat den politsichen Willen dazu.

Nun weiß Herr Igel von diesen Zuständen in der Krüllsstraße aber er beruft sich auf Formalien. Es sei ein Widerspruch anhängig etc. Wir kennen das von der SPD. Es gibt immer einen Grund nichts zu tun, wenn sie gefordert wären… Immer auf Seiten der Vermieter, wie beschissen die auch sind. In seiner Eigenwerbung schreibt er: „Ich treffe (im Bezirk) Wirtschaftsunternehmen, Vereine, Gremien, verschiedenste Akteure sowie Bürgerinnen und Bürger sowie Politikerinnen und Politiker“. In der Reihenfolge. Wirtschaftsunternehmen sind bei ihm an erster Stelle.

Und das Padowicz hier im Kunger Kiez ein Haus unterhällt, das er hat verkommen lassen, das er die Leute rausgeekelt hat und jetzt Mietparteien drinne wohnen läßt, als Alibifunktion; all das interessiert die Politik nicht.

Das Herr Padovicz ein ganzes Haus hat mit Schwarzschimmel hat überwuchern lassen, bis auch die letzte Mieterin geflohen ist und ihre verseuchten Sachen zurück gelassen hat, das will niemand wissen. Dabei war das Körperverletzung. Seine Hausverwaltung hat das alles unterstützt seit Jahren.

Und die Polizei jagt etwaige Besetzer*innen und spannt die beiden Mietparteien ein, die Herr Padivicz sich im Haus hällt. Sie sollen sich auf jeden Fall bei der Polizei zu melden, wenn es zu Besetzungen kommt. Das ist ein Skandal. Statt Herrn Padovicz einzusperren wegen seinen kriminellen Machenschaften, wird auch noch sein Gier unterstützt. Aber auch das kennen wir von der Polizei. Dafür ist sie da.

Wir haben Fotos aus dem Haus bekommen, die den inneren Zustand zeigen. Das Vorderhaus ist komplett bewohnbar und steht seit mindestens vier Jahren zum Teil leer. Nur zwei Wohneinheiten sind belegt. Und auch nur solange, wie Padovicz nicht mit der Sanierung beginnt. Mit der er seit Jahren nicht beginnt. Und die er gegenüber dem Bezirk vortäuscht.

Ab und zu läßt er mal in einer Wohnung was machen, Scheinbar völlig ohne Plan. Und dann wieder ewig nichts. Aber das ist der Plan. So zu tun als passiere was, dabei ist das Haus reine Spekualtionsmasse. Vermieten interessiert den Mann gar nicht, nicht wenn es wenig Geld abwirft.

Wir fragen Euch; was ist zu tun?

Oliver Igel gehört ebenso wie Baustadtrat Hölmer abgesetzt. Sie sind nicht nur unfähig – im Gegenteil, sie sind wirkliche fähige Neoliberale, die auf die Interessen der Mieter*innen pfeifen.

Padovicz enteignen im Kungerkiez“

Es gibt auch einen interessanten Block zu Herrn Padivicz. Dieser Mann steht unter Beobachtung seiner Mieter*innen und all derer die richtig wütend auf ihn sind : https://padowatch.noblogs.org/

Und ein Blick auf das Imperium von Padivicz: https://umap.openstreetmap.fr/en/map/padovicz-immobilieneigentum_221319#11/52.5062/13.3319

So sieht der geldhungrige Mann aus…

Schwarzschimmel an den Wänden und in der Kleidung – die Mieterin ist geflohen vor den Zuständen (Seitenflügel)
Seitenflügel – vielleicht sollte Herr Padovicz verurteilt werden in seine Gammelimmobilien wohnen zu müssen?
Sieht auf den ersten Blick harmlos aus, aber auch in den Wänden Schwarzschimmel (Sietenflügel)
Vorderhaus, die vorletzte Altmieterin hat nach einem lächerlichen Vergleich und drei Jahren Kampf mit Padovicz das Handtuch geschmissen (Vorderhaus, bewohnbar)
Einer der Wohnungen in dem mal alle Jubeljahre wer renoviert – ohne das es eine Sinn macht und zum Abschluß gebracht wird. Und schon gar nicht vermietet wird.
Der letzte Altmieter, der eine Deal gemacht hat mit Padovicz.

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Das nächste Stadtteiltreffen betroffener Mieter & Mieterinnen* findet am 27.1. um 17.00 Uhr (!) statt. Wir setzen 1 1/2 Stunden an.

Das Treffen wird in dem Spieleladen „Irrlicht“ sein in der Karl Kunger Str.4

Es wird unteranderem thematisch um die Bebbaung des Ufers an der Lohmühlenbrücke gehen, um die Krüllstr. 12 – ein Haus, das der Besitzer bewußt verkommen läßt und die Politk bewußt wegschaut. Und es wird um die Karl Kunger Str. 5 gehen, in das sich Idioten Wohnungen für mehr als ne halbe Millionen kaufen wollen und glauben sie würden hier glücklich.

Wer mehr wissen will, muß zum Treffen kommen

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Vor einer Woche haben wir einen kleinen Kiezspaziergang veranstaltet. Losgegangen sind wir von der Bouchestrasse/ Ecke Karl Kunger Straße. Dort haben wir dann zu dem eingerüsteten Eckhaus den Stand der Dinge erfahren.

Ungefähr 40 – 50 Menschen aus dem Kiez und aus dem Nachbarkiez waren gekommen. Und wir sind dann vor die Karl Kunger Str 26 (Aspire-Haus) gezogen. Auch über die Kunger-Höfe gegenüber gab es Informationen. Und weil’s so schön war erfuhren wir dann auch noch was über die Kiefholz Str 22. Man muß sich das in Luftline 50 Meter vorstellen, was auf diesem kleinen Fleck schon für eine Verdrängungsleistung zusammen kommt.

Die Kunger Kiez Initiative mit Sitz in einem Gewerberaum von „Stadt & Land“ in der Kunger Straße wurde auch Gegenstand von Kritik, hatten doch tatsächlich Menschen aus der Initiative die Zettel zweimal zum Kiezspaziergang verschwinden lassen. [Nachtrag aus aktuellem Anlaß: Ebenso wurde das Gebahren der Kiezkasse um Freier-Winterwerb thematisert, als auch der Fakt das sein Stellvertreter ein AfDler ist]

Gegenüber der Kiezgalerie dann der mit Eigentumswohnungen zugebaute ehemalige Inselmarkt war kurz Thema um dann zu einen Haus zu ziehen, das im Bereich der Kriminalität zu verorten ist. Padovicz, ein unbeliebter Besitzer vieler Häuser in Berlin, der mit dubiosen Mittel Häuser entmietet und mit der Politik gut auskommt, hat auch in der Krüllststr ein Haus. Er hat das Haus systematisch verkommen lassen. Im Seitenflügen ist das Haus mit Schwarzschimmel verseucht. Die Mieter*innen haben irgendwann keine Kraft mehr gehabt und sind ausgezogen. Der Oliver Igel, eine traurige Gestalt von einem Bürgermeister (SPD), der auf Seiten der Immobilenhaie steht, hat natürlich nicht eingegriffen, obwohl hier Wohnraum zu Spekualtionszwecken seit zehn Jahren leerstehen gelassen wird.

An der Karl Kunger 5 haben wir einen kleinen Stop eingelegt, und wie an alle Häuser einen Aufkleber mit „enteignen“ angebracht.

Dann bröckelte es schon sehr stark. Es war einfach kalt und zugig. Und viele ältere Mieter und Mieterinnen zogen sich zurück. Aber der harte Kern zog noch vor eine Baulücke in die Lohmühlenstr, in die Stadt & Land wahrscheinlich die nächsten teueren Mietwohnungen reinquetschen wird.

An allen Stationen gab es kleine Redebeiträge. Den Abschluss bildete der Garten der Karl Kunger Str. 5 und der Bericht darüber, wie der Makler, einschließlich Kaufinteressenten reagierten, als sie mal von Anwohnern gestört worden sind. Der Makler war angefressen und die schäbigen Käufer hatten auch keine Freude an dieser gelungenen Störung.

Alles in allem waren wir erstaunt, das sich soviele Menschen zum Kiezspaziergang eingefunden hatten und wir werden da sicherlich nochmal demnächst dran anknüpfen…

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Stellt Euch vor, Ihr sollt verdrängt werden – und aus allen Ecken des Kiezes kommen Menschen um Dich zu unterstützen.

Wir machen einen Kiezspaziergang im Kunger-Kiez. Veranstaltet wird der Kiezspaziergang von Anwohner*innen aus den Mietshäusern Karl-Kunger Str. 1-6, der Issingstr. und der Stadtteilinitiative Karla Pappel.

Wir treffen uns an der Infotafel an der Ecke Bouchestr / Karl-Kunger Str. um 14.00 Uhr. Schirm mitbringen – falls regnerisch.

Wir laufen ein paar exemplarische Stationen im Kiez ab. Welches Haus befindet sich gerade im Kampf? Welche miesen Investoren treiben die Armen aus dem Kiez? Wie wird der Kiez gerade umgekrempelt und ausgewechselt? Wo will schon wieder wer Eigentumswohnungen bauen? Wo stehen Wohnungen leer?

Und vor allem: Was werden wir dagegen unternehmen?

Gegen Ende machen wir ein Kaffeekränzchen. Bringt gern was kleines für ein Buffet mit.

Bringt Eure Plakate und Transparente mit, gerne wasserdicht. Thematisch gerne gegen Verdrängung, Mieterhöhung und Eigentumswohnungen. Wir wollen die Sachen aufhängen.

Sonntag den 27.10 um 14.00 – 16.00 Uhr

NIEMAND WIRD ALLEIN GELASSEN

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