Archive for September 2015

Stadtführung: Anarchismus in Kreuzberg bis 1933

Für die Entwicklung der deutschen anarchistischen Bewegung bis 1933

fungierte Berlin stets als wichtiges Zentrum. Gerade Kreuzberg spielte

dabei eine herausragende Rolle: Hier wohnte Johann Most, hier bestanden

öffentliche und klandestine Gruppen, hier wurden der „Freie Arbeiter“

und der „Sozialist“ Gustav Landauers gedruckt, wurden Kontroversen

ausgetragen, fanden „große öffentliche Volksversammlungen“ mit über

1.000 Teilnehmenden statt. Auf dieser Spurensuche begegnen wir der

Vielfalt der historischen anarchistischen Bewegung und zeigen die

Verankerung in Gewerkschaften und beginnenden Emanzipationsbewegungen

der Moderne.

Veranstalter: Gustav Landauer Denkmal Initiative

Beitrag: Spende

Sonntag, 18.10.2015, 14.00-17.00 Uhr

Treffpunkt: vor Oppelner Straße 45 (nahe U-Bhf. Schlesisches Tor)

 

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Am 22ten kommt die SPD in den Kiez von Alt-Treptow. Denn der Wahlkampf hat begonnen. Und da will man mal alle Jahre wieder wissen, wo IHR Schuh drückt. Nicht weil man das nach der Wahl abstellen will. Nein. Nur um IHNEN das Gefühl zu geben, das SIE mehr Bedeutung haben als die alberne Wählerstimme, die Sie abgeben dürfen. Man wird IHRE Themen aufgreifen, wenn sie der neoliberalen SPD reinpasst ins Konzept. Und man wird versprechen an den Fragen der Mieten was zu ändern. Ganz ehrlich. Weil man das ja schon immer gemacht hat. Und auch erfolgreich, falls Ihnen das entgangen ist. (mehr …)

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Aus Solidarität und zur Unterstützung veröffentlichen wir folgenden Beitrag:

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Baumscheibenfest…

Am Schmollerplatz werden Eigentumswohnungen gebaut. In der Bouchestrasse werden Eigentumswohnungen hingeklotz. Am Ufer baut Stadt & Land überteuerte Wohnungen, Agromex hat sich Grundstücke in der Heidelberger unter den Nagel gerissen. Der Bebauungsplan für das Spreeufer liegt aus – hochpreisige Luxusscheiße. In der Kiefholzstrasse reist Agromex demnächst für seinen nächsten Dreckbau eine Werkstatt ab. Die Genossenschaftbewohner*innen kämpfen in der Heidelberger um ihre Wohnungen. Das Aspirehaus pflegt sich in illegalen Ferienwohnungen und wandelt in Eigentum um. Die Armen werden systematisch zum Abschuss freigegeben. Aber wen kümmert es.

Ein Fest der Verdrängung bietet sich da förmlich an – Das Baumscheibenfest. Protegiert von der antisozialen SPD, finanziell gefüttert von einer korrumpierten Kiezkassenversammlung. So läßt es sich gut angehen im Kiez. Man feiert die Verdrängung. Das auch einige nette Menschen und Gruppen sich an dieser Provinzposse beteiligen – ändert nichts an ihrem grundsätzlichen Charakter. Hier wird keine Position gegen Verdrängung durch Mieterhöhung bezogen, sondern das Kuscheln mit den Gentrifizierer*innen gepflegt. Mit den Baugruppen beispielsweise, die diese Anfangs beschriebene Entwicklung erfolgreich in den Kiez reingetragen haben.

Und überhaupt, ein solches Fest hat echt gefehlt. Feiern wir noch solange wie die Flüchtlinge uns nicht den Kühlschrank leer fressen.

Leute wacht mal langsam aus Eurem Traum. Oder Prost Mahlzeit.

 

Gentrifizierungsfrei

 

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Aus einer Ankündigung für den Dokumentarfilm über den Kiez in Alt-Treptow:

„Für alle, die den Film „Verdrängung hat viele Gesichter“ schon kennen; er wird auf der Baugruppenmesse laufen. Ursprünglich wollte die Stadtteilinitiative Karla Pappel den Film dort zeigen. Aber der Beirat hat ohne inhaltliche Begründung abgelehnt. Natürlich war das nicht anders zu erwarten, handelt es sich doch bei der Messe um eine Ansammlung von Architekt*innen, die ihr zahlungskräftiges Publikum anlocken – für den Bau von Eigentumswohnungen. Das Thema Gentrifizierung ist dort fehl am Platz und stört nur die Verkaufsveranstaltung…
Um so schöner,das dass Mietshaussyndikat auch den Film dort zeigen wollte. Nun wird er in Ausschnitten dort laufen.

Aus der Einladung:
„Mittlerweile ist der Begriff „Gentrifizierung“ in der Berlin geläufig. Doch wie kommt es, das Baugruppen immer wieder in diesen Kontext eingeordnet werden? Sind Baugruppen etwa auch Akteure im Verdrängungsprozess und im Verteilungskampf innerhalb der Stadt? Oder auch Profiteure?
Wie sieht es konkret aus wenn Baugruppen im Konflikt mit alteingesessenen und ärmeren Bevölkerungsschichten stehen? Gibt es Alternativen? Wie verlaufen die Konflikte?“

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Vor einem Jahr wurde nach einem Brand die an der Ecke Cuvrystrasse/Schlesische Strasse liegende Obdachlosensiedlung handstreichartig geräumt. 150 Menschen verloren über Nacht ihre Unterkünfte. Einige von ihnen leben jetzt noch auf der Straße.

Das Grundstück liegt seitdem wieder brach. Der Besitzer des Areals plant eine größtenteils aus „hochwertigen“ Wohnungen bestehende Bebauung. Eine Baugenehmigung liegt zur Zeit noch nicht vor. Der Eigentümer feilscht noch mit dem Senat um die Details.

Aber eines ist jetzt schon klar: Dieses Projekt würde die üblichen Gentrifizierungsprozesse, die sich bereits überall in Kreuzberg beobachten lassen, auch im „Wrangelkiez“ beschleunigen: In die Höhe schießende Mieten, die Verdrängung einkommensschwacher Menschen und das Aus für kleinere Läden. Zudem wurde die geschlossene Bebauung vor Ort eine wichtige Frischluftschneise schließen und dadurch gravierende negative Auswirkungen auf das Mikroklima des Wrangelkiezes haben.

Das „Mediaspree Versenken!“-Aktionsbündnis veranstaltet am 19.09. um 18 Uhr an der Brache eine Kundgebung, die an die Räumung erinnert und zugleich nach Alternativen zu den vorhandenen Bebauungsplänen fragt. Wir fordern eine Rekommunalisierung des Areals und eine gemeinsame demokratische Entscheidungsfindung hinsichtlich seiner Zukunft.

Bitte kommt! Es geht um Euren Kiez!

 

Flyer_Cuvry_2

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 Genossenschaft auf Abwegen – Baugutachten als Fiktion – Genossen bleiben wohnen

 

Suchen sie sich was Neues. Sie werden die neuen Mieten sowieso nicht zahlen können.“

Diese Haltung seitens der Verantwortlichen für die WBV- Neukölln gegenüber ihren Genossenschaftsmitgliedern bringt eigentlich alles auf den Punkt.

Die Heidelberger Str. 15 – 18 soll nach dem Willen des Vorstandes abgerissen werden und die jetzige Kaltmiete von 4,50 bis 5,50 den Quadratmeter würde vernichtet. Für 8,50 den Quadratmeter entstünde ein Neubau, in der die jetzigen Bewohner und Bewohnerinnen nichts mehr zu suchen haben.

Darum ist es ganz gut einen Blick auf das Treiben des WBV-Vorstandes zu werfen. Denn dieser ist durch den Widerstand der Mieter und Mieterinnen in die Defensive geraten, auch weil die Öffentlichkeit sich zunehmend für diese fragwürdige Genossenschaftspolitik von Oben zu interessieren beginnt.

Mit einem Baugutachten versucht sich der Vorstand aus der Affäre zu ziehen, indem der lächerliche Beweis angetreten wird, warum das Haus abgerissen werden müsse. Dahinter steckt der durchsichtige Wunsch, die kritische Öffentlichkeit zu täuschen und den zuständigen Bauverwaltungen und der Politik den Weg zu ebnen, um der unausweichlichen Verdrängung keine Steine in den Weg zu legen.

Zuerst widmen wir uns der Frage, wie diese Genossenschaft funktioniert?

Als zweiten Schritt werden wir das oben genannte unmögliche Baugutachten an einigen Punkten auseinander pflücken.

Die dritte Frage, der wir nachgehen: Was verbirgt sich hinter der Absicht eines Vorstandes, der sowohl seinen Genossenschaftsatzungen Lügen straft, der den Vertreterrat manipuliert und täuscht, und ohne Not einen bezahlbaren Wohnraum vernichten will. Diese Frage ist die weit aus interessantere und wirft ein hartes Schlaglicht darauf, wie korrumpiert die Immobilenlandschaft in ihrer Tiefe in Berlin ist, wenn selbst Genossenschaft schon das dreckige Spiel der SPD (Beispiel Stadt & Land) und der Immobilienwirtschaft (Baustadtrat Hölmer und Bewilligungspraxis für Eigentumswohnungen) mitspielen. (mehr …)

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