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VERDRÄNGUNG HAT VIELE GESICHTER Dokumentarfilm 94 min über Alt-Treptow

SONNTAG 31.8.2019 um 16.00 Uhr
auf dem Gelände der Dragonale (Mehringdamm) mit Filmgespräch

„Verdrängung hat viele Gesichter“ 

Berlin. Verwilderte Brachen am ehemaligen Mauerstreifen. Motorsägen und
Baukräne. Neubauten, Eigentumswohnungen und steigende Mieten. Ein
kleiner Kiez zwischen Ost und West. Zwischen versteckter Armut,
Wagenburg, Altmieter*innen und der neuen öko-konservativen Mittelschicht,
Hipstern und Architekt✳innen. Auf engstem Raum wird ein Kampf
ausgetragen. Von Gesicht zu Gesicht. Direkt. Ohne Blatt vor dem Mund.
Ängste artikulieren sich. Wut verschafft sich Ausdrucksformen. Ein Kampf
um Millimeter. Um den Kiez. Um Würde. Und um das eigene Leben.

https://www.dragopolis.de/category/dragonale/ 


Der Film ist auch umsonst im Netz :

https://archive.org/details/verdraengung-hat-viele-gesichter-film




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Mit einem wahrhaft christlichen Ziel lehnte der CDU-Fraktionschef Christian Schild bei der hitzigen BVV-Debatte (31.01.2013) den Antrag zur Erhaltungssatzung (Milieuschutz) für Alt-Treptow ab. Denn er wünscht sich „Münchner Verhältnisse für Alt-Treptow“, schließlich sei München eine prosperierende Metropole.

Münchner Verhältnisse – bitte schön Herr Schild – so siehts da aus (einige Auszüge):

  •  Hungern ist die halbe Miete
    Zu teuer sagt das Amt und streicht den Mietzuschuss um 100 Euro. Für den Mann ist das ein existenzielles Problem – denn wer vermietet im teuren München schon an einen Langzeitarbeitslosen? Inzwischen leidet auch seine Gesundheit. (mehr …)

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„Verdrängung hat viele Gesichter“ stand auf dem Dach der ersten Baugruppe Zwillingshaus im Kiez. Das war zu den Anfängen der Stadtteilinitiative hingemalt worden. Den Pionieren der Verdrängung folgten erwartungsgemäß andere Eigentumshäuser: (mehr …)

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Wir dokumentieren einen Beitrag, welcher auf dem diesjährigen Transgenialen Christopher Street Day ungefähr sinngemäß gehalten wurde:

„Willkommen im Prenz’lberg/Ortsteil Alt-Treptow!

Ich eröffne mit einer Frage: Erbt Ihr demnächst auch? Habt Ihr reiche Mamas und Papas? Hast Du einen fetten Job mit viel Knete? Verschweigt Ihr Euren FreundInnen Euer Einkommen?  (mehr …)

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„Wenn man lange genug alles falsch gemacht hat, hat man´s am Ende richtig gemacht“. Dieser wunderbare Satz muß wohl als Leitspruch für Herrn Schöningh herhalten. Er hängt gerahmt in dessen Architekturbüro an der Köpenicker Strasse 48/49 D mit Blick auf die Spree. Der Architekt steht für Pionierprojekte der Verdrängung (Baugruppen) durch Aufwertung im Kunger-Kiez aber auch in Mitte z.B. mit seinem Eigentumshaus in der Steinstrasse 27.

Im Karl-Kummer-Kiez baute er mit Till Degenhardt die nach wie vor umstrittenen Eigentumshäuser  „Zwillingshaus“ und „KarLoh“. Beide planen nun einen weiteren  Anschlag auf den Kiez – die Baugruppe „Gartenhaus“ in der Krüllstrasse – gemeinsam mit  Ralf Großbongart und Claudia Ostwald, die ihrerseits das Grün des Schmollerplatz 1 zerstörten mit ihren Eigentumsneubauten.  Mit diesen Eigentumsbauten werden die alten AnwohnerInnen verdrängt. Durch die Aufwertung wird der Kiez zu einem Prenzelberg umgewandelt, in der viele MieterInnen zunehmend unter Druck geraten. Obwohl Herr Schöning sich mit einer soziales Aura umgibt, um die ökoalternative Mittelschicht für seine Baugruppen zu gewinnen, schert er sich und sein Architekturbüro wenig um die Kritik an dererlei Eigentumsneubauten. Schließlich sind Baugruppen eine lukrative Geschäftsidee und eine neoliberale Mittelschicht gibt es wie Sand am Meer.

Im Gegenteil, man spendete mal eben vor einiger Zeit 1000,- € an Carsten Jost der die „Initiative Media Spree versenken“ dominierte. Man wollte nämlich am Spreeufer bauen, das Kiki-Blofeld (eine Strand-Bar) vertreiben und erkaufte sich so das politische Wohlwollen einer Initiative, die sich gegen die Uferbebauung einsetzte. Carsten Jost, von der sich die reorganisierende Initiative „Mediaspree versenken“ zu Recht wegen Veruntreuung von Geldern trennte und nun erholt, ist politisch gesehen Geschichte.

Nur was die „politische Landschaftspflege“ betrifft – im Volksmund auch Korruption genannt – wird Herr Schöningh entgegengesetzen Gerüchten zufolge nicht wie der Bundespräsident aus dem Amt scheiden. Und schon gar nicht nach Paderborn zurückgehen. Eigentlich macht man alles falsch, doch man hat ja den schönen Sinnspruch im Büro an dem man sich festhalten kann.

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Die EigentumshäuslebauerInnen „Wohnen am Hochdamm“  luden zum Samstagsbrunch. Doch ungebetene Gäste (mehr …)

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„Liebe Baubegeisterte“ waren geladen. Ein neues Baugruppenprojekt im Kunger Kiez. Mal was ganz Neues. Ein großer Spruch empfing groß gerahmt am Eingang des Architekturbüros die BesucherInnen: „Wenn man lange genug alles falsch gemacht hat, hat man am Ende alles Richtig gemacht.“ Für Orientierung war somit gesorgt. Das Falsche ist gerade Richtig genug für die Architekten. Man baut Scheiße und fühlt sich wohl dabei. Ein ausführlicher Bericht: (mehr …)

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…wurden die Pappeln gefällt. Die Baugruppe KarLoh an der Lohmühlenstrasse 60 lies am 28.02.09 die letzten verbliebenen Bäume fällen. Dies war nur noch unter Polizeischutz möglich, da die damals junge Stadtteilinitiative „Karla Pappel“ zwei Wochen zuvor das Gelände erfolgreich besetzt hatte und die Baumfällungen unterbrechen konnte.

Unterbrechung der Baumfällung

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Herr Schöningh, bereits berüchtigt im Kungerkiez als mässiger Baugruppenarchitekt, hat einen neuen Coup vor. Am Spreeufer – direkt an seinem Arbeitsplatz, will er nun ein neues Bauvorhaben hinpflanzen. Hinter dem wohlklingenden Namen „Spreefeld“ verbirgt sich nichts anderes als eine Geschäftsidee. Man nehme ein lukratives Grundstück von 7000 qm am Spreeufer, suche lauter zahhlungskräftiges Klientel aus der alternativen Mittelschicht zusammen, tarnt diese Baugruppe als Genossenschaft und baut das Spreeufer zu. Diese Trottel dazu findet man am besten auf einer Experimentdays-Veranstaltung –  eine Börse, exklusiv für die alternative Mittelschicht und entsprechende Architekten. Der Bügerentscheid „Media Spree versenken“ wird ignoriert, die Standbar (kikiblofeld) am Ufer soll weg oder privaten, kommerziellen Nutzungen weichen. Und ein Zaun muss natürlich her. Dafür hat man sich einen geilen Ideenwettbewerb ausgedacht, bei dem alle mitmachen können und die Trottel (Gesellschafter) sich den genehmsten Pächter aussuchen können. Eine lächerliche Veranstaltung. Um sich zusätzlich „abzusichern“ geht Herr Schöningh auch auf Treffen von „Media Spree versenken“ und holt sich grünes Licht für die Uferbebaung bei Carsten Joost, der kein Mandat hat für „media Spree versenken“ zu reden. Man redet nett miteinander und geht zufrieden nach Hause.

Der Architekt – der aus Paderborn kommt (nein, er hat keine Kirche gebaut) – und der selbstverständlich auch in einer Baugruppe in Mitte wohnt, ist stolz auf sein Haus in der Steinstrasse, eines seiner Vorzeigeprojekte im Internet. In der Steinstrasse 27  hat er 2000 mit zwanzig anderen Eigentümern ein Haus gebaut und dem Verdrängungsprozeß im Mitte fleißig unterstützt. Das verteidigt er auch fröhlich in der TaZ. Laut nicht verbürgten Informationen eines Bauarbeiters hat das Haus sogar ein Schwimmingpool mit Sauna im Keller.

Der Abgründe kein Ende: Auf einer seiner Verkaufsveranstaltungen tönte Schöningh noch, das er zwanzig Prozent der Wohnungen an der Spree Hartz IV tauglich gestalten wolle, d.h. dass das Amt die Kosten zu übernehmen bereit sein könnte. Heiße Luft natürlich. Und windig wie so vieles aus dem Hause der „zusammenarbeiter“ um Akzeptanz zu schaffen, nachdem man in Alt-Treptow unter Druck geritt. Jetzt wird nur noch von Wohnungen geredet, die sich am Mietspiegel orientieren (Wir unterstellen natürlich orientiert an der Obergrenze). Wenn nicht diese sowieso demnächst zu Eigentumswohnungen werden sollen.

Das Ufer verbaut, gaaanz vielleicht fünf Meter Durchgang fern vom Ufer geplant, Hartz IV verdrängt, Neue Mittelschicht hat ihr Spießertraum erfüllt, Schöningh glücklich weil geile Geschäftsidee… Wir begrüßen das neue Bauvorhaben mit einem freudigen „Baugruppen versenken“!

SFB_Ideenaufruf_Strand-1.pdf

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… dann jammern sie auf hohem Niveau oder lügen schamlos. (Das Bonbon steht am Ende dieses Textes, incl. Foto, gefolgt von einem letzten Nachtrag)

„Steine auf Kinderzimmerfenster werfen ist das Letzte“ stand dort in einem Fenster geschrieben.

Wollten die neuen Damen und Herren Eigentümer („mit Balkonterrasse zur Abendsonne und fantastischem Blick ins Grüne über den Görlitzer Park mit Berlin-Panorama bis zum Fernsehturm“ Zitat Eigentümer) uns und dem Kiez damit etwas mitteilen?   Oder führten sie nur Selbstgespräche ? (mehr …)

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